SENDETERMIN Di, 09.07.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Selber nähen

mit Heike Immel, Schneiderin

PlayService: Selber Nähen
Service: Selber nähen | Video verfügbar bis 09.07.2020 | Bild: WDR

Selber nähen liegt im Trend und ist auch gar nicht so schwer zu lernen. Wichtig sind die richtige Ausrüstung, der richtige Schnitt, die Wahl des richtigen Stoffes und keine Angst vorm Loslegen!

Die Ausrüstung

Nähmaschine: Eine einfache, solide Nähmaschine reicht für den Anfänger – wichtig ist das Vorhandensein der Bedienungsanleitung. Vor der ersten Naht sollte diese gut studiert werden. Oder aber man lässt sich von jemandem, der sich auskennt, einweisen.

Unterfadenspulen: Die eine oder andere zusätzliche Unterfadenspule sollte immer im Nähkästchen bereitliegen. Vor dem Nähen die wichtigsten Garne auf die Unterfadenspulen spulen. Das spart während des Nähens Zeit und Nerven. Wichtig: immer dasselbe Garn für oben und unten benutzen.

Nähmaschinennadeln: Es sollte immer die richtige Nadel für den gewählten Stoff verwendet werden: für feine Stoffe Nadel Stärke 70, für einfache, gewebte Baumwollstoffe Stärke 80 bis 90, für dicke Jeansstoffe eine Jeansnadel Stärke 100 bis 110. Für Anfänger reichen Universalnadeln der Stärke 70 - 80, wer direkt mit elastischen Stoffen beginnt verwendet am besten eine spezielle Jersey-Nadel der Stärke 75.

Nähgarn: Altes Nähgarn wird oft brüchig und reißt schnell, daher lieber neues Nähgarn für saubere, haltbare Nähte verwenden, je feiner der Stoff, desto feiner das Garn.
Bei der Wahl des Garnes sollte man auf altbewährte Garnmarken zurückgreifen. Discounter-Günstig-Garn ist oft schlecht gesponnen und reißt schnell.

Stecknadeln: Ausreichend Stecknadeln sollten vorhanden sein, nichts ist schlimmer, als wenn mitten im Arbeitsschritt keine mehr vorhanden sind. Eine Alternative für alle Nähprojekte sind „ Wonderclips“ So heißen kleine Kunststoffklammern, die problemlos alles dort fixieren, wo es bleiben soll. Bei Stoffen wie Leder oder Kork vermeiden sie sogar die kleinen Einstichlöcher der Stecknadeln.

Stoffschere/Rollschneider: Eine gebogene Stoffschere sorgt dafür, dass sich beim Schneiden die Stofflagen nicht verschieben. Das Versäubern der Nähte im Zickzackstich ist wichtig auch wenn es sich lästig anfühlt. Rollschneider, Lineal und Schneidematte sind ideal für kleinere Schnittmuster.

WICHTIG: Mit allen Schneidewerkzeugen nur Stoff schneiden, niemals Papier, sie werden sonst sofort stumpf!

Maßband: Ohne Maßband geht beim Nähen nichts.
TIPP: Mit doppelseitigem Klebeband entlang der Tischkante festkleben. So liegt es immer bereit, rollt sich nicht ein und die Hände sind frei.

Schneiderkreide: Damit jede Naht sitzt, muss vorher jede Linie deutlich mit Schneiderkreide gezeichnet worden sein.
TIPP: Wer keine Schneiderkreide zur Hand hat, kann sich auch einfach eines Stücks Seife bedienen- Seife zeichnet auf Stoffen super an und wird mit dem ersten Waschgang automatisch ausgespült.

Nahttrenner: Gerade in der Lernphase muss immer mal wieder eine Naht aufgetrennt werden. Ein guter Nahttrenner ist unerlässlich. ;-)

Tipps

Um zu sehen, was die Nähmaschine kann, auf einem Stoffstück die verschiedenen Sticharten ausprobieren und so ein Gefühl für die Maschine bekommen. ( Wer noch keinen Stoff hat, kann auch einfach auf einem Blatt Papier Probenähen)
Nicht direkt mit komplizierten Projekten starten, sondern einfache Ideen wie z.B. ein Kissen realisieren. Das bringt schnelle Erfolgserlebnisse und macht Lust auf mehr. Gebügelter Stoff erleichtert viele Arbeitsschritte beim Nähen.

Links

www.pattydoo.de
www.stoffe.de/selber-naehen.html
www.pechundschwefel.eu/wie-ich-zum-naehen-kam-und-8-tipps-fuer-naehanfaenger

Stand: 09.07.2019 13:02 Uhr

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