SENDETERMIN Mo, 27.05.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Online-Betrug

mit Kay P. Rodegra, Rechtsanwalt

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Service: Online-Betrug | Video verfügbar bis 27.05.2020 | Bild: WDR

Online Schuhe kaufen, eine Reise buchen oder Konzertkarten bestellen: Das Internet bietet einen bequemen und schnellen Weg, seine täglichen Geschäfte abzuwickeln. Manchmal ist es aber auch riskant, zu sorglos im Netz shoppen zu gehen. Betrugsfälle im Internet nehmen zu.

Fake-Shops

Es ist nicht immer leicht, betrügerische von seriösen Shops zu unterscheiden. Bei einem Internet-Shop, den man nicht kennt, ist immer Achtsamkeit gefordert. Gibt es auf der Seite ein aussagekräftiges Impressum? Lässt sich also erkennen, wer der Vertragspartner ist?
Vorsicht ist auch geboten, wenn der Shop mit zahlreichen Schnäppchen wirbt, die sich preislich deutlich von denen anderer Shops unterscheiden. Auch sollte untersucht werden, ob der Shop über Gütesiegel verfügt, ob es sich bei diesen um offizielle Gütesiegel handelt und der Siegelbetreiber entsprechend verlinkt ist.
Verlangt ein Shop ausschließlich Vorkasse, spricht dass nicht gerade für ein seriöses Unternehmen. Vorkasse sollte generell vermieden werden. Stutzig muss man auch werden, wenn es keine "Allgemeinen Geschäftsbedingungen" oder keine Informationen über ein Widerrufs- und Rückgaberecht gibt.
Letztendich sollte schon bei der Eingabe in die Suchmaschine eingegeben werden, ob der Shop bereits bei anderen Verbrauchern negativ aufgefallen ist.

Reisebuchungen

Wer von fernen Ländern träumt, bucht schnell mal im Netz ein Supersonderangebot. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Betrüger bieten schnell mal billige Flüge, günstige Ferienwohnungen, preisgünstige Mietwagen oder auch Schnäppchenkreuzfahrten an, die es gar nicht gibt. Auch hier gilt: Vor der Buchung einige Recherchen über den Anbieter betreiben und allzu tolle Angebote immer hinterfragen.

Opfer von Online-Betrug

Wer betrogen wurde, sollte Strafanzeige bei der Polizei stellen. Eine Zahlung per Lastschrift kann innerhalb von 8 Wochen zurückgeholt werden. Wurde gar kein Lastschrifteinzug erlaubt, gilt eine Frist von 13 Monaten. Ebenso können Kreditkartenzahlungen in Betrugsfällen rückgängig gemacht werden (Chargeback-Verfahren). Bei Internet-Bezahldiensten sollte darauf geachtet werden, dass es einen Käuferschutz gibt – dann ist das Geld nicht gleich weg.
Geht es um höhere Summen, sollte zur Beratung ein Anwalt aufgesucht werden. Ebenso kann bei Organisationen für Kriminalitätsopfer (z.B. Weißer Ring) Rat eingeholt werden.

Weitere Informationen

www.verbraucherzentrale.de/onlinehandel/internetbetrug-so-koennen-sie-versuchen-ihr-geld-zurueckzuholen

weisser-ring.de

www.polizei-praevention.de/themen-und-tipps/onlineshopping

www.polizei.bayern.de/kriminalitaet/internet/betrug

Stand: 27.05.2019 07:33 Uhr

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