SENDETERMIN Fr., 10.01.20 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Höhere private Pflegeversicherung

mit Hermann-Josef Tenhagen, finanztip

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Service: Höhere private Pflegeversicherung | Video verfügbar bis 10.01.2021 | Bild: WDR

Für Millionen Privatversicherte steigen in diesem Jahr die Beiträge zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Versicherte berichten in Einzelfällen von Erhöhungen bis zu 30 Prozent - allein für die Pflegeversicherung. Grund sollen gestiegene Kosten durch die jüngste Pflegereform sein. Der Online-Verbraucherratgeber FINANZTIP gibt Tipps, was Sie tun können, wenn Ihnen die Kosten für Ihre private Kranken- und Pflegeversicherung über den Kopf steigen.

Beiträge zur privaten Pflegeversicherung

Jeder Privatversicherte braucht eine private Pflegepflichtversicherung. In der Regel übernimmt der private Krankenversicherer auch die Absicherung für den Pflegefall. Das muss allerdings nicht sein: In den ersten sechs Monaten nach Abschluss einer privaten Krankenversicherung (PKV) kann auch ein anderes Versicherungsunternehmen für den Pflegeschutz ausgewählt werden.

Die Leistungen sind für alle Privatversicherten bei allen Anbietern identisch. Dennoch kann sich die Höhe des Beitrags von Versicherer zu Versicherer ein wenig unterscheiden. Sie richtet sich nach dem Risiko, pflegebedürftig zu werden. Entscheidend dafür, wieviel Sie zahlen müssen, sind Ihr Gesundheitszustand und Ihr Alter bei Vertragsabschluss.

Die aktuellen Beitragserhöhungen sind laut Verband der Privaten Krankenversicherung vorrangig auf die Pflegereformen der Großen Koalition zurückzuführen. Mehr Pflegebedürftige beanspruchten seitdem mehr Leistungen. Diese zusätzlichen Ausgaben würden jetzt an die Versicherten weitergegeben.

Beiträge zur privaten Krankenversicherung

Jeder Privatversicherte hat das Recht, bei seiner Versicherung in einen anderen Tarif zu wechseln. Das kann sich lohnen, denn manchmal gibt es günstigere Tarife mit ähnlichen Leistungen.

Verzichten Sie jedoch nicht auf wichtige Leistungen, denn einen dauerhaft niedrigeren Beitrag kann Ihnen niemand garantieren; auch nach einem Tarifwechsel ist es möglich, dass der Beitrag wieder steigt. Ihre Versicherung ist gesetzlich verpflichtet, Sie zum Tarifwechsel kostenlos zu beraten und dabei auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse einzugehen.

Wichtig: Wechseln Sie nicht zu einem anderen Krankenversicherungsunternehmen. Sie verlieren dabei einen Großteil Ihrer angesammelten Altersrückstellungen. Lohnen kann sich das nur, falls Sie noch jung und gesund sind und durch den Wechsel erheblich bessere Leistungen erhalten.

Stand: 14.05.2020 16:22 Uhr