SENDETERMIN Do, 13.12.18 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Der richtige Anwalt

mit Kay P. Rodegra, Rechtsanwalt

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Service: Der richtige Anwalt | Video verfügbar bis 13.12.2019 | Bild: ARD

Streit mit einem Vertragspartner, einer Behörde, mit dem Arbeitgeber, dem Nachbarn oder auch aufgrund eines Bußgeld- oder Strafverfahrens: Es gibt viele Gründe, warum der Rat eines Rechtsbeistandes benötigt wird. Bei über 160.000 Anwälten und Anwältinnen in Deutschland ist es aber oftmals schwer, den Richtigen oder die Richtige zu finden. Was kostet ein Anwalt oder was passiert, wenn man mit der anwaltlichen Leistung unzufrieden ist?

Anwaltssuche

Das Verhältnis zu seinem Anwalt sollte von Vertrauen getragen sein. Bei der Anwaltssuche sollten Sie sich zunächst einmal im Familien- und Bekanntenkreis umhören und nach Empfehlungen Ausschau halten.

Wer Suchmaschinen im Internet bemüht, sollte anschließend die Homepage der ausgesuchten Anwaltskanzlei genau studieren, um die richtige Wahl zu treffen.

Aufgrund der Fülle von verschiedenen Rechtsgebieten hat jeder Anwalt einen Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit. Fragen Sie daher gezielt nach, welche Erfahrungen der Anwalt auf dem angefragten Rechtsgebiet hat.

Für 23 Rechtsgebiete gibt es Fachanwälte (z.B. Arbeits-, Erb-, Familien, Miet-, Straf-, Verkehrs- und Verwaltungsrecht). Das sind Anwälte, die sich auf einem Fachgebiet besonders qualifiziert haben und sich durch einen vorgeschriebenen Umfang jährlich fortbilden.

Kosten für einen Anwalt

Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) regelt, wie die Tätigkeit eines Anwalts abgerechnet werden kann. Schon die Erstberatung darf in Rechnung gestellt werden, muss es aber nicht.

Für den Verbraucher (Mandanten) ist es wichtig, bereits am Anfang des ersten Gesprächs abzuklären, welche Kosten entstehen werden. Der Anwalt ist dazu verpflichtet, über die möglichen Kosten Auskunft zu erteilen.

Das RVG legt Mindestgebühren fest; verlangt der Anwalt mehr, muss er eine Honorarvereinbarung mit dem Mandanten treffen.

Ärger mit seinem Anwalt

Es kann auch mal zu der Situation kommen, dass ein Mandant mit der Leistung seines Anwaltes nicht zufrieden ist.

Hat der Rechtsanwalt einen Fehler gemacht, muss er dafür haften. Es muss sich aber um einen Fehler im Rahmen der anwaltlichen Tätigkeit handeln, nicht also, wenn ein Gericht den Argumenten des Anwaltes nicht folgt und im Urteil zu einem anderen Ergebnis kommt.

Kommt es zum Streit wegen eines Anwaltsfehlers oder auch wegen einer vermeintlich zu hohen Rechnung, kann die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft weiterhelfen.

Weitere Informationen

Stand: 13.12.2018 06:56 Uhr

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