SENDETERMIN Fr, 11.01.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Ran an die Schere

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

PlayJulia Schöning, Dorothée Waechter
Service: Ran an die Schere | Video verfügbar bis 11.01.2020 | Bild: WDR

Wenn sich der Winterschlaf im Garten ausgebreitet hat, ist es Zeit, sich um den Gehölz- schnitt an Bäumen und Sträuchern zu kümmern. In den Ästen und Zweigen ist das Leben auf ein Minimum reduziert, so dass mit dem Schnitt nur wenige Irritationen auslöst wer- den. Hecken werden stark verjüngt und wieder in Form gebracht. Rosen werden auf we- nige Augen zurückgeschnitten, damit sich ein gesundes neues Zweiggerüst aufbaut und Obstgehölze werden so gekürzt, dass sie reichlich Früchte tragen und diese auch gut in der Sonne reifen können. Wichtig dabei sind scharfes Schneidewerkzeug und ein siche- rer Stand für eine gute Übersicht. Ausgenommen von dem winterlichen Rückschnitt sind Frühlingsblüher, die am einjährigen Holz blühen. Zu dieser Gruppe zählen Forsythie, Zierquitte, Zaubernuss, Zierkirschen. Natürlich sind auch die Obstgehölze Frühlingsblü- her, aber hier bietet sich jetzt der beste Überblick, um das Astgerüst so aufzubauen, dass die Früchte groß werden und gut reifen können.

Winterschnitt und die richtige Ausstattung

In der Vorbereitung zum Winterschnitt werden zunächst die Geräte geschärft und über- prüft, damit sie tatsächlich gut einsatzfähig sind. Das A und O ist die Schärfe, die für einen glatten, sauberen Schnitt sorgt und für eine gute Verheilung wichtig ist. Man sollte feste Schuhe und Handschuhe tragen, damit der Stand auch in der Höhe sicher ist. Damit keine Infektionen (z.B. Pilzsporen) über die Scherenklingen oder Sägeblätter übertragen werden, sollten diese unbedingt immer wieder abgeflämmt bzw. mit einem in Alkohol ge- tränkten Tuch abgerieben werden.

Obstgehölze schneiden

Zunächst werden die senkrecht in die Höhe wachsenden Triebe – die sogenannten Was- sertriebe – entfernt. Die Knospen sind länglich und bilden nur Blätter. Blütenknospen las- sen sich auch im Winter an der rundlichen Form leicht erkennen. Wichtig ist, die Bäume so zu schneiden, dass die Krone offen ist und die Sonne gut an die Früchte kommt. Sehr dünne Triebe werden entfernt und auch veraltetes Holz, Triebe, die beschädigt sind oder aneinander reiben, werden geschnitten. Das Schnittholz kann zunächst aufgeschichtet und beispielsweise dafür verwendet werden, die Basis für einen Kompostplatz oder ein Hochbeet zusammenzustellen.

Heckenschnitt

Formschnitthecken können jetzt gut auch etwas stärker geschnitten werden, so dass sie wieder schlanker und schmaler werden. Dabei gilt es, die obere Breite etwas schmaler zu gestalten als die untere, damit die Hecke unten dicht bleibt und sich nicht von oben beschattet. Auch hier ist eine optimale Arbeitshöhe von großer Bedeutung, um eine gleichmäßige Heckenkrone zu gestalten.

Rosen pflanzen und schneiden

Rosen gehören zu den Gehölzen und befinden sich jetzt ebenfalls in der Ruhe – optimal zum Pflanzen, aber auch zum Schneiden. Rosen im Kübel können jetzt umgetopft und in frische Erde gesetzt werden, damit sie gesund und üppig wachsen. Beim Schnitt ist es wichtig, die alten holzigen Triebe herauszuschneiden und so Platz zu schaffen, damit jüngere Triebe sich entfalten können. Man lässt etwa ein Drittel der Triebe stehen und häufelt die Rosen anschließend an. So wird ein zu früher Austrieb der unteren Augen verhindert, und gleichzeitig werden sie vor Frost geschützt.

Stand: 22.01.2019 07:15 Uhr

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