SENDETERMIN Fr., 15.10.21 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Ran an die Gartenschere

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

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Service: Ran an die Gartenschere | Video verfügbar bis 15.10.2022 | Bild: WDR

Seit dem 1. Oktober sind die gesetzlichen Einschränkungen für den Rückschnitt von Gehölzen für die nächsten fünf Monate ausgesetzt. Das heißt, die verholzenden Gartenpflanzen können nun verjüngt werden. Einzige Ausnahme: Für stammbildende Gehölze gelten die Bestimmungen des jeweiligen Baumschutzes, der den Vorgaben der örtlichen Behörden unterliegt.

Schnittiges Gerät

In diesem Jahr ist das Grün üppig gewachsen und endlich kann der Dschungel wieder in Form gebracht werden. Dabei kommen verschiedene Schneidgeräte zum Einsatz: Von der Säge und Astschere für dicke verholzte Zweige, über Heckenscheren für formale Hecken und Einfassungen, bis hin zu den Handgeräten für Rosen und Stauden. Wichtig ist, dass die Geräte scharf und die Schnittflächen gereinigt sind. Anhaftende Harzreste und Pflanzensäfte wirken sich nachteilig auf den Schnitt aus und sollten entfernt werden. Vor jedem Wechsel zur nächsten Pflanze sollten die Schnittflächen gereinigt werden, um die Übertragung von Krankheiten zu vermeiden.

Rosenrückschnitt im Herbst

Rosen haben jetzt meist ausgeblüht und alles Unschöne und Störende kann eingekürzt werden. Die Fruchtansätze sollten jedoch stehen bleiben, da sie eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Kleinsäugetiere im Garten sind.
Kranke Pflanzenteile müssen entfernt werden. Die Erreger nutzen sonst die Rosen zum Überwintern und sorgen für eine Infektion der jungen Triebe im Frühling. Daher sollte mit dem Schnitt auch alles heruntergefallene Laub entfernt und im Müll entsorgt werden. Zum Abschluss können die Rosen angehäufelt werden, damit hat die Basis einen guten Winterschutz.

Stauden schneiden und stehen lassen

Im Staudenbeet kann jetzt durchgeputzt werden. Stauden mit immergrünem Laub, schönen Fruchtständen oder späten Blüten bleiben für die Winterbilder erhalten. Pflanzen, die sich durch Samen vermehren und lästig ausbreiten, sollten kräftig zurück geschnitten werden. Gräser, die im Winter auseinanderfallen, werden zusammen gebunden, um das Herz der Pflanze vor Nässe zu schützen.
Auch bei den Stauden kommen Krankheiten vor, die durch Rückschnitt an der Überwinterung gehindert werden: Mehltau findet sich häufig bei Phlox, Astern und Indianernesseln, Blattfleckenkrankheiten an Christ- und Pfingstrosen.

Klare Kante für die Hecke

Hecken und Einfassungen werden jetzt so weit zurückgeschnitten, dass sie in Form kommen und nicht von Jahr zu Jahr mehr Platz einnehmen. Bei den großlaubigen, immergrünen Arten (z.B. Kirschlorbeer) macht der Schnitt per Hand Sinn, um hässliche Schnittstellen bei den Blättern zu vermeiden, da diese im Winter nicht überwachsen werden.

Kleinlaubige bzw. laubabwerfende Pflanzen werden mit der klassischen Motorheckenschere geschnitten, dicke Äste werden sauber mit der Astschere entfernt. Mit Hilfe einer roten Schnur wird vor dem Schnitt die Höhe der Heckenkante festgelegt. Diese Linie sorgt für eine gerade Kante. Die Hecke sollte unten immer ein bisschen breiter sein als oben. So kann das Licht gut eingefangen werden und die Hecke verkahlt nicht im unteren Bereich.

Weitere Informationen

• NDR Ratgeber Garten
https://www.ndr.de/ratgeber/garten/Welche-Pflanzen-werden-im-Herbst-geschnitten,herbstrueckschnitt100.html
https://www.ndr.de/ratgeber/garten/zierpflanzen/Gesetz-Wann-darf-ich-meine-Hecke-schneiden,heckeschneiden100.html

• MDR Garten
https://www.mdr.de/mdr-garten/pflegen/stauden-wann-pflanzen-teilen-vermehren-duengen-schneiden-100.html

• BR Wir in Bayern
https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/wir-in-bayern/service/baum-straeucher-schnitt-schneiden-pflanzen-tipps-modery100.html

• NABU – Naturschutzbund Deutschland e.V.
https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologisch-leben/balkon-und-garten/pflege/giftfrei/pflegen/24775.html

Stand: 15.10.2021 09:51 Uhr

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