SENDETERMIN Do, 07.03.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Wenn die Nase läuft

mit Dr. Mohsen Radjai, Facharzt für Allgemeinmedizin

PlayDr. Mohsen Radjai, Till Nassif
Service: Wenn die Nase läuft | Video verfügbar bis 07.03.2020 | Bild: WDR

Schlapp, ständiges Niesen – auf den ersten Blick unterscheidet sich Heuschnupfen kaum von einer gewöhnlichen Erkältung. Obwohl in einem Fall Pollen und im anderen ganz überwiegend Viren oder selten Bakterien die Beschwerden verursachen, sind sich die Symptome teils zum Verwechseln ähnlich: Schnupfen, Husten, Halskratzen sowie Müdigkeit und Abgeschlagenheit können z.B. sowohl bei einer Allergie als auch bei einem Infekt auftreten.

Aber auch ein medizinischer Laie kann den Unterschied erkennen: Ist das Sekret aus Nase und Bronchien wässrig und klar, sind die Augen gerötet und tränen, dann handelt es sich eher um eine Allergie. Ist das Sekret trübe, eitrig, schleimig und verfärbt, dann handelt es sich fast immer um eine Erkältung. Viele Betroffene achten nicht auf ihre Symptome und glauben jahrelang, sie leiden an einem Schnupfen. Dies kann zu schwerwiegenden chronischen Erkrankungen führen. Stichwort "Etagenwechsel" bei Allergie zum allergischen Asthma bronchiale.

Heuschnupfen

Die typischen Symptome für Heuschnupfen: anfänglicher Juckreiz in der Nase, den Augen, auf der Mundschleimhaut, im Rachen und manchmal auch in den Ohren, später dann laufende Nase, starker Niesreiz, juckende, tränende und gerötete Augen, Hustenanfälle, manchmal entwickelt sich auch eine Bindehautentzündung. Oft tritt ein Müdigkeits-, Schlappheits- und allgemeines Krankheitsgefühl auf, manchmal sind auch Geschmacks- und Geruchssinn eingeschränkt.

Auch Hautausschläge oder Atembeschwerden können Pollenallergikern das Leben schwer machen. Stress kann die Symptome noch verstärken. Die Beschwerden können auf die Stimmung schlagen und auch Depressionen verstärken. Viele Betroffene können nicht richtig schlafen. Die Lebensqualität kann bei vielen Patienten durch das gesamte Frühjahr, den Sommer und inzwischen fast das ganze Jahr über schwer beeinträchtigt sein.

Erkältung und Grippe

Husten, Schnupfen, Heiserkeit, Halsschmerzen, eventuell mäßiges Fieber, Kopf-, Glieder- und leichte Muskelschmerzen sowie Mattigkeit – diese Symptome sprechen für eine lästige, in der Regel aber ungefährliche Erkältung. Wir fühlen uns schon etwas krank, meistens gehen wir aber trotzdem arbeiten und schonen uns nicht. Das ist ein Fehler, denn um eine an sich harmlose Erkältung auszukurieren, benötigt unser Körper Ruhe und Schonung.

Auslöser von Erkältungen sind Viren, und wenn unser Körper diese nicht ausreichend bekämpfen kann, gelangen sie mit dem Blutstrom in den gesamten Organismus und die inneren Organe. Dort können sie beispielsweise den Herzmuskel befallen und eine Entzündung verursachen, die die Herzleistung dramatisch verschlechtert.

Die Symptome einer echten Grippe sind von Beginn an dramatischer: die Betroffenen fühlen sich richtig krank. Beschwerden setzen oft so plötzlich und heftig ein, dass die Patienten sogar die Uhrzeit nennen können, an der die Erkrankung begonnen hat. Hinzu kommen plötzliche Kopf- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und trockener, schmerzhafter Husten. Der Patient fühlt sich sehr abgeschlagen, müde und schwach. Oft treten auch Halsschmerzen, Schluckbeschwerden auf. Auslöser einer Grippe sind ebenfalls Viren, die sogenannten Influenza-Viren.

Um sicher abzuklären, ob Sie an einer Erkältung, einer Grippe oder an Heuschnupfen leiden, sollten Sie in jedem Fall Ihren Hausarzt konsultieren.

Stand: 07.03.2019 07:36 Uhr

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