SENDETERMIN Do, 16.05.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Schutz fürs Fahrrad

mit Claudia Till, Stiftung Warentest

PlayFahrradschloss, Fahrrad, Diebstahl
Service: Schutz fürs Fahrrad | Video verfügbar bis 16.05.2020 | Bild: WDR

Wenn sie genügend Zeit und das richtige Werkzeug haben, knacken Fahrraddiebe jedes Schloss. Doch Radler können es den Dieben schwer machen: z.B. mit Bügelschlössern. Die sind nach wie vor erste Wahl in puncto Sicherheit. Billige und leichte Schlösser sind dagegen meist schnell geknackt. Doch nicht jedes teure Schloss ist automatisch auch sicher. Das zeigen die beiden jüngsten Untersuchungen der Stiftung Warentest.

Die wichtigsten Tipps zum Fahrradschutz

An festen Gegenstand anschließen

Ketten Sie Ihr Fahrrad an einen unverrückbaren und stabilen Gegenstand an. Besonders gut eignen sich Laternenpfähle, Gartenzaunpfähle aus Metall oder Fahrradbügel. Das Rad in sich oder nur mit einem Rahmenschloss zu sichern reicht nicht aus. Diebe können es einfach wegtragen.

Vorderrad sichern: Ketten Sie, wenn möglich, nicht nur den Rahmen, sondern auch das Vorderrad an. Ketten- und Faltschlösser sind meist groß genug, um beides zusammen an einen Pfahl zu schließen. Das Hinterrad können Sie mit einem Rahmenschloss sichern.

Rad registrieren lassen

Lassen Sie den Rahmen Ihres Rades codieren – bei Händlern, Polizei oder Fahrradclub. Codierte Räder sind für Hehler weniger attraktiv. Befürchtungen, dass dann Garantien für den Rahmen ihre Gültigkeit verlieren oder die Rahmenstabilität leidet, sind unbegründet: Statt eingestanzt zu werden, kann der Code oft auch als spezieller schwer ablösbarer Aufkleber angebracht werden.

Kauf und Zustand dokumentieren

Heben Sie Rechnung und Kaufbeleg für Ihr Fahrrad gut auf. Am besten notieren Sie darauf auch die Rahmennummer, falls sie noch nicht dort eingetragen ist. Die Daten sind wichtig für die Diebstahlsanzeige bei der Polizei. Und: Machen Sie Fotos vom Rad, auch von technischen Details wie Bremsen und Schaltung. Das erleichtert die Abrechnung mit der Versicherung.

Welche Versicherung?

Ist das Fahrrad geklaut, kann allenfalls eine gute Versicherung trösten. Radliebhaber sollten vor Vertragsschluss allerdings einige Fragen klären, denn es gibt zwei Wege, das eigene Rad zu versichern: Der erste ist günstiger – über die Hausratversicherung. Teurer wird es mit einer speziellen Fahrradversicherung.

Wie Möbel und Kleidung sind auch Fahrräder über die Hausratversicherung abgedeckt, wenn sie in der Wohnung oder in einem abschließbaren Keller stehen. Dafür ist keine ausdrückliche Erwähnung in der Police erforderlich. Steht das Rad aber draußen im Hof, vor der Kneipe oder am Bahnhof, greift die Versicherung nur, wenn der Besitzer den Fahrradschutz vertraglich vereinbart hat. Den kann er ab 20 Euro extra pro Jahr für ein oder mehrere Räder abschließen. Eine sehr gute Hausratversicherung inklusive Fahrradschutz ist für weniger als 100 Euro pro Jahr zu bekommen.

Eine spezielle Fahrradversicherung ist deutlich teurer und sie gilt jeweils nur für ein Rad. Aber mit ihr lassen sich auch Räder im Wert von mehreren tausend Euro versichern. Manche Fahrradversicherungen leisten auch bei Schäden durch Vandalismus, Unfälle oder Stürze. Bei einzelnen Versicherern bekommen ADFC-Mitglieder Rabatt.

(Quelle: test.de)

Weitere Informationen

Stiftung Warentest
weitere ausführliche Informationen auf

www.test.de/Fahrrad-Was-Radler-wissen-muessen-1106507-1106684/
und im Heft test 5/2019 (Artikel "Schwer, aber sicher," S. 73 ff.).

Finanztest Bestellservice 030 – 346 46 50 82 (14 Cent pro Minute)
Leserservice 09001 – 58 37 82 (62 Cent pro Minute)

Stand: 16.05.2019 06:44 Uhr

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