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Service: Gefährliche E-Mails

mit Dennis Horn, Digitalexperte

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Service: Gefährliche E-Mails | Video verfügbar bis 15.05.2020 | Bild: WDR

Spam-E-Mails sind massenhaft versandte Werbenachrichten. Viele Spam-Mails beinhalten einen Dateianhang oder einen Link ins Internet. Wer den Anhang öffnet oder den Link anklickt, läuft Gefahr, den eigenen Computer mit Schadsoftware zu verseuchen. Fast die Hälfe aller weltweit verschickten Mails sind Spam-Nachrichten. Alleine in Deutschland liegt die Zahl bei etwa 120 Millionen täglich.

Gefährliche Datei-Anhänge

Inkasso-Aufforderungen, vermeintliche Rechnungen, Mahnungen oder E-Mails von eBay, Amazon, PayPal, MasterCard, Sparkasse, Postbank oder anderen Geldinstituten werden gerne als Absender von SPAM-Mails verwendet. Wer die "zip"- oder "cab-"Anhänge öffnet, riskiert dass sein Computer ausgespäht und die Daten an Betrüger übermittelt werden. Gefährliche Anhänge können unter anderem Dateiendungen wie zum Beispiel: .js, .scr, .bat oder .exe sein. Aber auch .doc, .docx, .xls, .xlsx Dateien können infiziert sein.

Mögliche Symptome einer Infektion

Läuft der Rechner ohne ersichtlichen Grund plötzlich extrem langsam oder der Akku des Laptop entlädt sich deutlich schneller als bisher, kann dies ein Hinweis auf Hintergrundaktivitäten eines Schadprogramms sein. Auch vermehrte Reklame-Pop-ups auf bislang werbefreien Webseiten sollten Misstrauen wecken. Das gleiche gilt für alle anderen Veränderungen im Browser, die Sie nicht selbst vorgenommen haben - zum Beispiel neu gesetzte Lesezeichen oder eine veränderte Startseiten-Einstellung.

Worst Case: Ransomware

Zu den gefährlichsten Schadprogrammen zählt sogenannte Ransomware auch Krypto-Trojaner genannt. Einmal aktiviert, verschlüsseln sie Dateien auf dem Computer und geben sie erst gegen ein Lösegeld wieder frei. Viele Unternehmen, Krankenhäuser - aber auch Privatleute - waren in der Vergangenheit bereits davon betroffen. Bei einem Erpressungsversuch mit Ransomware schaltet sich der Rechner automatisch ab und der Sperrbildschirm zeigt eine Zahlungsforderung an. Das Bundesamt für Datensicherung warnt davor Zahlungen ab Cyberkriminelle zu tätigen, da es auch nach der Zahlung keine Garantie dafür gibt das sich die Daten wieder entschlüsseln lassen!

Ransomware: Erste Hilfe

Ist Ihr Computer in die Fänge eines Krypto-Trojaners geraten, gilt als wichtigste Regel: Keine Panik! Zwar gibt es gegen die meisten Verschlüsselungstrojaner bisher noch keine wirksamen Gegenmittel. Wenn Sie aber ein Backup Ihrer Dateien besitzen, können Sie diese nach der Bereinigung wiederherstellen und den größten Schaden vermeiden. Einige Krypto-Trojaner lassen sich nur dann entfernen, wenn Sie den PC nicht neu starten. Am besten stellen Sie das Betriebssystem auf einer neuen Festplatte wieder her oder installieren es komplett neu.

Der beste Schutz gegen Ransomware ist eine effiziente Vorsorge: Sichern Sie daher regelmäßig Ihre Daten!

Darauf sollten Sie achten

• Öffnen Sie unter keinen Umständen Anhänge oder Links solcher SPAM-Mails! Haben Sie Anhänge oder Links doch geöffnet, starten Sie Ihr Antiviren-Programm. Wenn sich die Probleme damit nicht beheben lassen, müssen Sie Ihren Rechner ggf. neu aufsetzen. Technische Hilfe und Tipps für den Fall, dass Sie schädliche Dateien bereits geöffnet und aktiviert haben, finden Sie auf den Seiten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

• Halten Sie Ihr Anti-Viren Programm und Ihren Internetbrowser auf dem aktuellen Stand! Legen Sie regelmäßig eine Datensicherung an.

Weitere Informationen

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) 
Godesberger Allee 185-189
53175 Bonn
Telefon: 0228 99 9582-0
Telefax: 0228 99 10 9582-5400

poststelle@bsi.bund.de
www.bsi.bund.dewww.bsi-fuer-buerger.de

punkt. Einfach Wissen ∙ ARD-alpha
Video: So schützt du deinen Rechner vor Erpressern

SPAM-Warnungen
www.onlinewarnungen.de

Verbraucherzentrale NRW: Fishing-Radar
Aktuelle Informationen über Phishingwellen
www.vz-nrw.de/phishing

Stand: 15.05.2019 07:08 Uhr

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