SENDETERMIN Do, 02.05.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Sport und Recht

mit Kay P. Rodegra, Rechtsanwalt

PlaySport, Recht, Fitnessstudio
Service: Sport und Recht | Video verfügbar bis 02.05.2020 | Bild: WDR

Sport ist gesund und macht Spaß: Ob im Verein, im Freundeskreis, beim Schulsport oder privat – Millionen Bundesbürger treiben Sport. Doch auch beim Sport kommt es zu Rechtsfragen, die manchmal nicht so leicht zu beantworten sind.

Sportunfälle

Eigenverletzungen: Wer sich beim Sport verletzt, ist durch seine gesetzliche oder private Krankenversicherung abgesichert, die ärztlichen Behandlungskosten werden übernommen. Bei Verletzungen durch einen Dritten kann sich eine Haftung des Verursachers ergeben. Verletzt man sich im Fitnessstudio, Hotel oder Sportverein an einem defekten Sportgerät, besteht gegebenenfalls eine Haftung des Betreibers der Sporteinrichtung.

Verletzung von anderen: Wird beim Sport ein anderer verletzt, ist für eine Haftung die ausgeübte Sportart entscheidend: Ist es eine, die alleine ausgeübt wird (z.B. Skifahren, Golf, Schwimmen, Joggen, Inlineskaten) oder eine mit direkten Wettkampfgegner, bei der sich zwangsläufig Körperkontakt ergibt (z.B. Fußball, Handball, Basketball, Boxen).

Wer z.B. rücksichtslos mit dem Fahrrad oder auf Inlineskates unterwegs ist und einen anderen verletzt, muss für die Folgen haften. Wird man aber vom Ball getroffen (beim Tennis, Squash, Handball, Fußball usw.) oder kommt es bei einem Foul zu einer Verletzung, dann haftet der Verursacher nur, wenn er grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat. Denn bei solchen Sportarten setzt sich jeder ganz bewusst einem Eigenrisiko aus.

Versicherungen

Unfallversicherung: Wer Sport treibt, sollte eine Unfallversicherung abschließen. Denn egal, welche Sportart betrieben wird, Verletzungsgefahr besteht überall. Bei schwerwiegenden Verletzungen, die zur Invalidität führen, bietet die Unfallversicherung einen finanziellen Schutz. Die Versicherung übernimmt je nach vertraglicher Absprache auch Such-, Bergungs- und Rettungskosten sowie Krankentagegeld. Extremsportarten sind bei einigen Unfallversicherungen oftmals nicht versichert (z.B. Fallschirmspringen, Freeclimbing, Drachenfliegen, Tauchen). Sportvereine haben oftmals Gruppenunfallversicherungen für ihre Mitglieder.

Haftpflichtversicherung: Wer beim Sport einen anderen verletzt, kann sich durch eine private Haftpflichtversicherung absichern. Gerade bei Körperschäden erreichen die Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche oft fünf- oder sechsstellige Summen. Einige Sportarten können aber vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sein (z.B. Radrennen, Kitesurfen, Surfen, Kampfsport), deshalb ist eine Prüfung der Vertragsunterlagen wichtig.

Verträge

Ob Mitgliedschaft im Sportverein oder in einem Fitness-Studio: Verträge – auch für die Freizeitgestaltung – vor Abschluss immer genau durchlesen und prüfen, welche Kosten auf einen zukommen, wie lange die vertragliche Bindung dauert und welche Kündigungsfristen gelten.

Links

www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/kundenrechte/fitnessstudios-tipps-gegen-undurchsichtige-vertragsklauseln-21641

www.test.de/Versicherungen-beim-Sport-Diese-Policen-schuetzen-4435195-4435199

www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/weitere-versicherungen/private-haftpflichtversicherung

Stand: 02.05.2019 06:34 Uhr

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