SENDETERMIN Fr, 28.06.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Technik für Garten und Balkon

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

PlayDorothée Waechter, Julia Schöning
Service: Technik für Garten und Balkon | Video verfügbar bis 28.06.2020 | Bild: WDR

Der Garten macht Spaß, das Gärtnern nicht immer. Wer viel genießen und wenig arbeiten möchte, kann sich die entsprechende Technik zulegen. Mit Hilfe von Computersteuerungen und Apps geht das Licht von alleine an, läuft der Rasenmäher, während die Gartennutzer ihrer Arbeit nachgehen. Gegossen wird natürlich automatisch, meist am frühen Morgen. Automatisierung ist eine große Hilfe, aber im Hinblick auf Insekten und kleinere Tiere sollte die Technisierung auch kritisch betrachtet werden.

Gartenbeleuchtung

Wird es Abend, gehen in vielen Gärten die Solarleuchten an. Gesteuert werden sie meist über einen Lichtsensor und brennen damit bis in die frühen Morgenstunden. Zwar verbrauchen diese Solarleuchten keinen Strom, weil sie ihn selber erzeugen. im Umkehrschluss muss aber gesagt werden, dass die darin verbaute Akku-Technik auf wertvollen Rohstoffen basiert. Schlecht ist dann, wenn die im Baumarkt oft günstigen Lampen zum Wegwerfprodukt werden.

Der zweite Nachteil betrifft die Gartenbeleuchtung grundsätzlich. Denn die sogenannte Lichtverschmutzung, die mit dem künstlichen Licht einhergeht, stört zahlreiche Tiere, die in ihrer Nachtruhe und Orientierung nachhaltig gestört werden.

Rasenmäher oder Mähroboter?

Ein Rasen der sich selbst mäht, ist natürlich der Traum aller Gartenbesitzer. Es ist einfach praktisch, wenn das Grün jeden zweiten Tag gemäht wird, denn so sieht es immer ordentlich aus. Das Schnittgut muss nicht mehr entsorgt werden, sondern hat nach dem Schnitt eine solch geringe Länge, dass es direkt an Ort und Stelle verrottet. Auf diese Weise werden auch das Bodenleben und der natürliche Kreislauf angeregt.

Was auf den ersten Blick vollkommen fehlerlos wirkt, hat den Nachteil, dass kleine Gartenlebewesen verletzt werden können. Die Technik ist darauf aus, solche Probleme durch Sensoren zu verhindern. Das läuft aber nicht ganz fehlerfrei. Von Umweltschützern wird außerdem bemängelt, dass die „freilaufenden“ Roboter mit ihren Laufgeräuschen und Bewegungen nützliche Tiere wie z. B. Igel aus dem Garten vertreiben.

Die smarte Gießkanne

Ein Garten, der sich automatisch bewässert ist der Traum aller Gartenbesitzer. So ist nämlich gesichert, dass die Pflanzen alle optimal versorgt werden. Allerdings sollte man den sparsamen Umgang von Wasser durch Feuchtigkeits- und Regensensoren im Blick behalten. Denn zu viel Wasser ist auch nicht gut für das Pflanzenwachstum.

Wichtig ist die regelmäßige Kontrolle. Ideal ist eine gut eingestellte Automatikbewässerung, vor allem für den Urlaub, weil dann nur ab und an jemand um einen Kontrollgang gebeten werden muss. Niemand muss stundenlang gießen.

Mit Akku und App

Technik bringt auch Vorteile, weil sie die Arbeit erleichtert. Apps für die Erkennung von Krankheiten und Unkräutern macht auch Anfänger zu Profis. In diesem Bereich gibt es zahlreiche, auch kostenfreie, Angebote von Bewässerungs-, über die Gemüse- bis hin zur Unkraut-App. Wer sich Gartengeräte mit Akkus zulegt, macht sich die Arbeit zwar leichter, sollte aber, wie bei den Solarleuchten, auf die Nachhaltigkeit der Akkus achten.

Stand: 28.06.2019 07:16 Uhr

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