SENDETERMIN Mi, 13.11.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Trennung – was nun?

mit Sabine Kleidon, Familienanwältin

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Service: Trennung – was nun? | Video verfügbar bis 13.11.2020 | Bild: dpa

Schluss, aus vorbei. Es klappt nicht mehr miteinander. Der Entschluss zur Trennung ist gefasst. Doch was kommt jetzt? Was sollten Verheiratete, was sollten unverheiratete Paare beachten? Welche rechtlichen Konsequenzen entstehen und wie lässt sich rechtlicher Ärger vermeiden?

Unterlagen

Sichern Sie die folgenden Dokumente im Original oder in Kopie:

  • Personalausweis und Pässe der Kinder
  • die eigene Geburtsurkunde sowie die der Kinder Heiratsurkunde
  • Nachweise über Versicherungen
  • Gehaltsbescheinigungen
  • Rentenbescheinigungen
  • Kontoauszüge
  • Stammbuch
  • Grundbuchauszüge und Mietverträge
  • Nachweise über gemeinsame Geldanlagen wie Wertpapiere, Sparbücher, Unternehmensbeteiligungen, Aktienfonds, etc.

Konten- und Finanzcheck

Die eigenen und gemeinsamen Konten sollten kontrolliert werden. Wer kein eigenes Konto besitzt, sollte unbedingt eines eröffnen. Lassen Sie Partnerkarten sperren und Kontovollmachten des Partners widerrufen. Getrennte Finanzen sind sinnvoll und sollten spätestens bei Beginn des Trennungsjahres vorhanden sein.

Rechtsbeistand

Beauftragen Sie einen Rechtsanwalt, insbesondere wenn eine Scheidung ansteht. Bei einvernehmlicher Scheidung ist häufig ein Anwalt ausreichend. Bei Uneinigkeit oder Gefahr der Benachteiligung eines Partners sollte jeder einen eigenen Rechtsanwalt nehmen. Eine Rechtsberatung vor der Trennung kann z.B. bei gemeinsamer unternehmerischer Tätigkeit oder häuslicher Gewalt sinnvoll sein.

Festlegung des Trennungsbeginns

Um die Scheidung einreichen zu können, ist in der Regel ein Trennungsjahr einzuhalten. Dies kann auch in einer gemeinsamen Wohnung passieren, wenn einige Kriterien erfüllt werden, wie z.B. getrennte Finanzen, getrennte Räumlichkeiten, getrenntes Wirtschaften. Ein Trennungsbrief kann sinnvoll sein, um das genaue Datum der Trennung zu dokumentieren.

Hausrat und Wohnung

Zur Erleichterung der späteren Hausrats-Aufteilung sollten Sie eine Inventarliste anlegen. Verbleibt einer der Partner in der gemeinsam gemieteten Wohnung, sollte der Mietvertrag angepasst werden, ansonsten haftet auch der ausgezogene Partner für z.B. Mietschulden.

Kinder: Informieren Sie die Kinder – am besten gemeinsam – zeitnah, aber altersgerecht über die bevorstehenden Veränderungen. Über eventuellen Anspruch auf Kindesunterhalt informiert die Düsseldorfer Tabelle.

Weitere Informationen

https://www.scheidung.org/trennung/

Stand: 13.11.2019 07:37 Uhr

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