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Service: Vorbereitet für den Katastrophenfall

mit Ursula Fuchs, Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

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Service: Vorbereitet für den Katastrophenfall | Video verfügbar bis 21.07.2022 | Bild: WDR

Hochwasser, Sturm oder Erdbeben: Im Katastrophenfall muss man schnell reagieren. Doch wie genau kann und sollte man sich eigentlich darauf vorbereiten? Und wann ist der richtige Zeitpunkt, um eine Tasche mit dem Notwendigsten zu packen? Über diese Fragen sollte man sich Gedanken machen, bevor die Katastrophe eintritt.

Früh vorsorgen

"In einer Situation, in der ich nicht unter Druck stehe, kann ich alles am Besten regeln“, meint Ursula Fuchs vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Sie rät dazu, mit einem "Rundumblick" anzufangen: Wohne ich in einem Risikogebiet für Hochwasser? Im wievielten Stock liegt meine Wohnung? Um welche Familienmitglieder muss ich mich kümmern? Welche Vorkehrungen hat meine Stadt getroffen? Diese Fragen gilt es zu klären, bevor man sich an einen Plan machen kann.

Mit anderen abstimmen

Obwohl unser Smartphone mittlerweile die Antwort auf fast alles zu haben scheint, ist es im Katastrophenfall mitunter nutzlos, weil das Mobilfunknetz zusammenbricht. "Es ist wichtig, dass man deshalb mit allen Familienmitgliedern bespricht, wo man sich im Ernstfall trifft", meint Fuchs. Sollte man nicht kommunizieren können, wissen so alle, was sie zu tun haben. Auch Zuständigkeiten zu klären ist hilfreich: Wer bringt die Kinder in Sicherheit? Wer packt die Tasche mit dem Nötigsten? Steht das schon vor der Katastrophe fest, ist die Gefahr geringer, dass Chaos ausbricht.

Das Leben ist wertvoller als jeder Gegenstand

Kommt die Katastrophe überraschend, gilt: Das eigene Leben zu schützen und anderen zu helfen, ist oberste Priorität. "Möbel, Papiere, Wertgegenstände – das alles kann ersetzt werden", meint die Expertin. Geht früh genug eine Warnung über Apps wie "Nina" ein, kann man sich aber die Zeit nehmen, um noch rasch eine Tasche zu packen: Essen, Trinken, etwas Wärmendes und eine Dokumentenmappe, die man immer griffbereit haben sollte, gehören dort rein. Hilfreich sind auch Taschenlampen und ein batteriebetriebenes Radio. So kann man sich auch ohne Mobilfunknetz über die aktuelle Lage informieren.

Weitere Informationen

• Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Warnung und Vorsorge
https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/warnung-vorsorge_node.html

• Arbeiter-Samariter-Bund Krisenvorsorge: So schützt du dich im Katastrophenfall
https://www.asb.de/unsere-angebote/erste-hilfe/erste-hilfe-mit-selbstschutzinhalten/krisenvorsorge-katastrophe-vorbereitung

• br.de: Wie kann ich vorsorgen für den Katastrophenfall?
https://www.br.de/nachrichten/wirtschaft/katastrophenfall-darauf-sollte-ich-achten-und-so-kann-ich-vorsorgen,SV1kIhi

Stand: 21.07.2021 07:17 Uhr

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