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Service: Vorsorge für den Notfall

mit Kay P. Rodegra, Rechtsanwalt

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Service: Vorsorge für den Notfall | Video verfügbar bis 13.05.2020 | Bild: WDR

Ob Unfall, Krankheit, Alter oder Gebrechlichkeit. Es gibt viele Gründe, die eine Situation herbeiführen können, in der man keine eigenen Entscheidungen mehr treffen kann oder bei der sich für Angehörige nach einer Todesnachricht viele offene Fragen ergeben. Es ist wichtig, für eine solche Notsituation die richtige Vorsorge zu treffen.

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht kann man bestimmen, wer einen in allen wichtigen und alltäglichen Angelegenheiten vertreten soll, wenn man selbst nicht mehr in der Lage dazu ist, Entscheidungen zu treffen. Liegt eine Vorsorgevollmacht vor, so muss das zuständige Amtsgericht keinen Betreuer für die hilflose Person bestellen. Es kann also eine gesetzliche Betreuung vermieden werden.

Betreuungsverfügung

Liegt keine Vorsorgevollmacht vor, kann das zuständige Amtsgericht für eine Person, die keine eigenen Entscheidungen mehr treffen kann, einen Betreuer bestimmen. Mit einer Betreuungsverfügung kann der Aussteller dem Gericht die Entscheidung abnehmen, wer dieser Betreuer werden soll. Der Aussteller äußert seinen Willen, wer als Betreuer eingesetzt werden soll oder auch gerade nicht.

Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung können Vorgaben und Wünsche zur medizinischen Versorgung bzw. Behandlung für den Fall geäußert werden, dass der Patient unfähig ist, sich entsprechend mitzuteilen.

Testament

In einem Testament ist der letzte Wille festgelegt. Es wird geregelt, wer im Todesfall den Nachlass erhalten soll. Ein Testament ist an strenge Formerfordernisse gebunden. Wer es selbst aufsetzt, muss es handschriftlich machen, also nicht am PC, und auch unterschreiben. Im Testament muss der Ort und das Datum der Erstellung aufgeführt sein. Es kann zur Aufbewahrung beim Amtsgericht hinterlegt werden. Man kann sein Testament auch durch einen Notar/Notarin erstellen lassen.

Organspende-Ausweis

Wer einen Organspende-Ausweis hat, dokumentiert zu Lebzeiten, ob und welche Organe im Todesfall entnommen werden dürfen, um transplantiert zu werden. Gibt es keinen Ausweis oder ist sonst kein Schriftstück vorhanden, das die Bereitschaft zur Organspende dokumentiert, werden die Angehörigen kontaktiert und nach dem Willen des Verstorbenen befragt.

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Stand: 13.05.2019 07:11 Uhr

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