SENDETERMIN Fr, 18.10.19 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Wechseljahre bei Frauen und Männern

mit Katrin Schaudig, Frauenärztin

PlayPaar, Mann, Frau, Wechseljahre
Service: Wechseljahre bei Frauen und Männern | Video verfügbar bis 18.10.2020 | Bild: WDR

Hitzewallungen, schlaflose Nächte, Stimmungsschwankungen: Frauen um die 50 wissen, dass das Symptome der Wechseljahre sind. Ursache sind Veränderungen im Hormonhaushalt.

Auch Männer können darunter leiden. Bei Männern verursacht hormonelle Umstellung ähnliche Symptome: eine Verminderung der Sexualfunktion, Abnahme der Muskelmasse, Zunahme des Bauchfetts, vermehrten Haarausfall und eine depressive Gemütslage, bei Männern vollzieht sich diese Veränderung aber allmählich und nicht so abrupt wie bei den Frauen.
(Quelle: https://www.netdoktor.de/wechseljahre/beim-mann/)

Für viele sind die Wechseljahre auch mit anderen bedeutsamen Veränderungen in ihrem Leben verbunden: Die Kinder werden selbstständig oder sind schon ausgezogen, manches Paar muss sich neu finden. Dass der eigene Körper allmählich älter wird, ist spürbar.

Symptome

Die häufigsten Beschwerden in den Wechseljahren sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche. Bei einigen Frauen machen sich die Hitzewallungen kaum bemerkbar. Bei anderen sind sie zeitweise so stark und häufig, dass sie das tägliche Leben beeinträchtigen. Wie oft Hitzewallungen auftreten, wie stark sie ausfallen und wie lange sie dauern, kann sich auch von Tag zu Tag ändern. Ohne Behandlung hören die Beschwerden nach etwa vier bis fünf Jahren von selbst auf. Bei einigen Frauen halten sie noch länger an.

Im Laufe der Wechseljahre verändert sich auch die Schleimhaut der Scheide. Nach der Menopause ist sie meist dünner und produziert nicht mehr so viel Feuchtigkeit wie vorher. Manche verspüren während der Wechseljahre und danach weniger Lust auf Sex. Zeitgleich mit den Wechseljahren nehmen viele Frauen etwas an Gewicht zu.

Behandlung

Wechseljahre sind keine Krankheit: Es ist normal, dass im mittleren Alter die Hormonspiegel sinken. Zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden werden zahlreiche pflanzliche Präparate angeboten. Ihr Nutzen ist bisher nicht belegt. Am besten untersucht sind Produkte der Traubensilberkerze sowie Produkte, die pflanzliche Östrogene enthalten, sogenannte Phytoöstrogene. Sie sind beispielsweise in Präparaten auf Sojabasis enthalten. Ob sie tatsächlich gegen Wechseljahresbeschwerden helfen, ist jedoch unklar.

Die bisher wirksamste Behandlung gegen Wechseljahresbeschwerden ist eine Hormonbehandlung. Sie ist aber nicht ohne Risiko. Daher ist es sinnvoll, zusammen mit der Ärztin oder dem Arzt sorgfältig die möglichen Vor- und Nachteile einer Hormonersatztherapie gegeneinander abzuwägen.

Nach dem Absetzen können die Beschwerden wieder zurückkehren. Zudem kann eine jahrelange Hormonbehandlung das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Hormonpräparate gibt es als Tabletten oder zur Anwendung über die Haut (Pflaster, Gel, Spray). Eine Anwendung von Hormonen über die Haut erhöht, anders als die geschluckte Variante, das Thrombose- und Schlaganfallrisiko nicht.
(Quelle : Gesundheitsinformation; Hg: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG))

Weitere Informationen

Schaudig, Katrin, Schwenkhagen, Anneliese: Kompass Wechseljahre
Von Hitzewallungen bis Gewichtszunahme: Hormontherapie - ja oder nein? 

TRIAS Verlag, 2. vollständig überarbeitete Auflage, Dezember 2014


https://www.gesundheitsinformation.de/wechseljahre.2171.de.html


Stand: 18.10.2019 06:58 Uhr

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