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Video: Klinikdirektor Prof. Bernhard Zwißler zum Verfahren auf Intensivstationen

25.11.21 | 04:32 Min. | Verfügbar bis 25.11.2022

Die Intensivstation am Uniklinikum Großhadern seien alle zu 100 Prozent belegt, sagte Prof. Bernhard Zwißler, Direktor der Klinik für Anästhesiologie am LMU Klinikum der Universität München. "Wenn wir Patienten aufnehmen können, dann nur, weil wir andere Patienten, die ein Intensivbett benötigen würden, z.B. für eine große Operation, verschieben, und versuchen, dass dann einige Tage später nachzuholen. Wenn die Entwicklung allerdings so weitergeht, dann wird auch diese Möglichkeit ausgereizt sein." Er vermeide gern den Begriff Triage, sondern spräche lieber von Priorisierung, sagte Prof. Zwißler. Priorisierung habe es in der Medizin immer gegeben, auch vor Corona. "Das bedeute nur, dass man bei limitierten Ressourcen – und unsere Ressourcen waren nie endlos und die Intensivbetten war auch vor Corona immer schon voll – einfach überlegt, welche Patienten nun am dringendsten behandelt werden müssen." Das sei nicht ideal, aber damit lebe man schon seit Längerem. Doch diese Priorisierung drohe jetzt, eine andere Dimension einzunehmen. So müsse man Patienten, die auf eine große Herz- oder Tumor-Operation warteten, auf unbestimmte Zeit vertrösten. Mit allen phsysichen und psychischen Folgen. Der Mediziner forderte dringend eine strikte 2G-Regel und mehr Tests.

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