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Video: Fiedler: "Rassismus bei der Polizei ist überall möglich"

01.10.20 | 06:07 Min. | Verfügbar bis 01.10.2021

Der Vorsitzende des Bundes der Kriminalbeamten (BdK), Sebastian Fiedler, hat bewusste Strategien gegen Rechtsextremismus in den deutschen Sicherheitsbehörden gefordert. Er forderte die Sicherheitsbehörden müssten immun gegen Versuche von Rechtsextremisten gemacht werden, diese mit ihrem Gedankengut zu umarmen. "Wir haben jetzt natürlich schon existente Strukturen. Die Rechtsextremen versuchen einerseits Narrative zu bilden und zu sagen: Ausländer sind besonders kriminell, sind ein großes Problem, Einwanderung ist ein großes Problem, es kümmert sich keiner um die Sicherheitsbehörden, der Rechtsstaat funktioniert nicht. Und sie versuchen gleichzeitig die Sicherheitsbehörden zu umarmen. Sehr vereinfacht gesprochen ist das die Strategie. In dieser Sicht ist die Strategie der Rechten aufgegangen. Was wir also machen müssen, und das ist die richtige Perspektive: Wir müssen uns darüber unterhalten, wie wir die Sicherheitsbehörden immun, resilient machen können gegen solche Tendenzen, weil wir ja gleichzeitig mit den Themen, die die Rechtsextremen bedienen, zu tun haben. Das heißt, wir haben ja durchaus mit Migranten zu tun, die auch Straftäter sind. Aber deswegen müssen wir nicht rechtsextrem werden. Ganz im Gegenteil." Fiedler betonte, dass eine Studie erstellt werden müsse, damit klar werde, was zu tun sei. Er forderte ferner eine externe Stelle, an die sich Beamte in Zweifel wenden können, um sich bei Verdacht auf rechtsextreme Tendenzen beraten lassen zu können. Der Gruppenzwang innerhalb der Behörden, der im Übrigen auch in anderen Bereichen der Gesellschaft ausgeprägt sei, dürfe nicht unterschätzt werden, betonte Fiedler.