INFORMATION
MEHR VIDEOS ZUR SENDUNG
ÄHNLICHE VIDEOS

Video: Impfstrategie: SPD-Generalsekretär Klingbeil kritisiert Spahn

04.01.21 | 04:27 Min. | Verfügbar bis 04.01.2022

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die aktuelle Impfstrategie der Bundesregierung kritisiert. Deutschland stehe im Vergleich mit anderen Ländern schlechter da. Die Schuld gibt Klingbeil Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Wir müssen über Fehler reden, Ich habe vor jedem Respekt der in der Bundesregierung sitzt, als Ministerpräsidentin oder Ministerpräsident – was die im letzten Jahr geleistet haben, das ist unfassbar. Da habe ich wirklich großen Respekt davor, was die Verantwortlichen geleistet haben. Aber trotzdem müssen wir doch offen über Fehler reden. Wenn wir über Monate den Menschen sagen, impfen ist der zentrale Punkt, das ist die Hoffnung, um aus diesem Lockdown, aus dieser Situation herauszukommen, können doch diejenigen, die wirklich Einschränkungen über Monate hinnehmen, erwarten, dass die Politik wirklich alles richtig macht, dass sie vorbereitet ist. Und wir sehen in diesen Tagen, dass es chaotische Zustände gibt." Der SPD-Generalsekretär forderte eine nationale Kraftanstrengung für eine größere Impfstoff-Produktion. Es müssten alle Pharmaunternehmen zu Beratungen an einen Tisch geholt werden, wie man auch national über Kooperationen mehr Impfstoff herstellen könne, sagte Klingbeil. "Es kann nicht sein, dass ein Land, in dem der Impfstoff sogar erforscht wurde, dass wir am Ende zu wenig Dosen davon haben." Die Lockdown-Kosten sollten besser in die Impfstoff-Produktion gesteckt werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warf er Fehler bei der Impfstoff-Beschaffung und Verteilung vor. Deutschland stehe viel schlechter da als andere Länder. "Wir haben zu wenig Impfstoff bestellt, es gibt kaum vorbereitete Strategien mit den Bundesländern zusammen." Nachdem die EU-Kommission das Biontech-Angebot für mehr Impfstoff abgelehnt habe, hätte die Bundesregierung bilaterale Verträge mit dem Mainzer Hersteller abschließen sollen. Klingbeil fordert eine nationale Kraftanstrengung unter der Leitung der Bundeskanzlerin. Alle Pharmaunternehmen sollten an einen Tisch gerufen werden um auszuloten, wie Kooperationsverträge aussehen könnten. "Das wird an Geld nicht scheitern. Die Unterstützung ist da", betonte Klingbeil.

3 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@daserste.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.