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Video: Kellner: Laschet und Scholz verschleppen Kampf gegen Klimakrise

18.08.21 | 04:16 Min. | Verfügbar bis 18.08.2022

Die Grünen haben das Vorgehen der Bundesregierung in Afghanistan scharf kritisiert. Eine Vorlage auch für den Wahlkampf? Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen, hätte sich gewünscht, dass dieses Thema abgeräumt wäre. "Wir haben schon im Juni gefordert im Deutschen Bundestag, dass wir Ortskräften helfen, dass wir sie aufnehmen. Ich finde, es ist eine Schande, dass wir den Menschen, die uns geholfen haben, dass wir sie im Stich gelassen haben. Ich kann nur hoffen, dass jetzt diese Rettungsmission gut verläuft, dass alle eingesetzten Soldatinnen und Soldaten sicher zurückkommen und dass möglichst vielen Menschen geholfen wird." Im Wahlkampf müsse man darüber reden, was gerade passiert. "Deswegen ist es ein Thema." Müssen sich die Grünen und ihr Wahlkampfmanagement Naivität bezüglich der Herausforderungen einer Kanzlerkandidatur vorwerfen lassen? Die Grünen lägen den Umfragen zufolge derzeit bei 19 bis 20 Prozent. "Und das fünfeinhalb Wochen vor einer Bundestagswahl. So stark waren wir noch nie." "Die Wahl hat sich insofern geändert, dass wir in einer Triell-Situation sind. Dieser Wahlkampf ist ein Thriller. Ich meine, man kann mit weniger als 20 Prozent offensichtlich stärkste Kraft in diesem Land werden. Das ist eine völlig neue Situation." Man habe eigene Fehler gemacht, die lasse man hinter sich. "Jetzt sehen wir doch einen Wahlkampf, in dem es darum geht: Status Quo versus Veränderung", sagte der Grünen-Politiker. Die Kanzlerkandidaten Scholz und Laschet bezeichnete Kellner als „die eineiigen Zwillinge, wenn es darum geht, die Klimakrise zu verschleppen.“ Beide zuvor hatten betont, am Kohleausstieg 2038 festhalten zu wollen. „Wir wollen die Schuldenbremse reformieren. Wir machen einen konkreten Vorschlag. Von den anderen Parteien, die haben ein völlig unseriöses Finanztableau. Die sagen gar nicht, wie sie Zusatzausgaben eigentlich finanzieren wollen. Da finde ich, gehen wir mit einem ehrlichen Vorschlag ran. Ich habe mich jetzt gefreut, dass selbst jemand wie Markus Söder oder Helge Braun auf diese Debatte eingestiegen sind, weil sie doch wissen, dass diese Zusatzausgabe nicht finanzierbar ist. Und da würde ich mir auch von den anderen Parteien klare Vorschläge wünschen, und nicht einfach nur zu sagen, was sie alles nicht wollen. Sie sollen sagen, was sie wollen. Darum gehts ja auch in einem Wahlkampf.“

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