INFORMATION
MEHR VIDEOS ZUR SENDUNG
ÄHNLICHE VIDEOS

Video: Justizministerin Lambrecht will Kindeswohl ins Grundgesetz aufnehmen

19.09.19 | 04:06 Min. | Verfügbar bis 19.09.2020

Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) sieht großen Bedarf, die besonderen Belange der Kinder rechtlich im Grundgesetz zu verankern. "Es wird immer suggeriert, wenn jeder gemeint ist, dass dann auch Kinder gemeint sind. Aber noch einmal: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie brauchen unseren besonderen Schutz.“ Im Familienrecht gebe es den Begriff des Kindeswohls. Dieser Begriff müsse im Grundgesetz verankert werden. Im Grundgesetz müsse stehen, dass es darum gehe zu schützen, zu fördern, Teilhabe zu ermöglichen und die Kinder anzuhören. "Das sind die Punkte, um die es geht. Dann wäre gewährleistet, dass in allen Entscheidungen die besonderen Interessen berücksichtigt werden.", sagte Lambrecht. Kritik, wonach sich der Staat dann künftig noch mehr in die Belange der Eltern einmischen werde, will die Ministerin nicht gelten lassen. "Der Staat wird die Belange von Kindern mehr berücksichtigen, und das bedeutet, dass der Staat bei seinen Entscheidungen zu achten hat, dass die Kinderrechte entsprechend wahrgenommen werden. Dass das in Extremfällen, wenn ein Kind aus einer Familie geholt wird, dann die Elternrechte auch betrifft: Ja. Aber im Prinzip geht es nicht darum, Elternrechte zu beschneiden, sondern es geht darum, die Rechte von Kindern stärker zu berücksichtigen." Zur Entscheidung darüber, ob auch der vorgeburtliche Gentest künftig von Kassen bezahlt werden soll, sagte die Ministerin: "Zunächst muss man wissen, dass dieser Test zugelassen ist. Das heißt, derjenige, der ihn sich leisten kann, der ihn bezahlen kann, kann ihn machen. Und jetzt stellt sich die Frage, dürfen das alle Eltern über die Krankenkasse machen. Und die glaube, wenn ich es zulasse, dann muss es jedem auch möglich sein. Und es gibt den Eltern die Möglichkeit, sich darauf einzustellen, wie ihr Kind besonders eventuell zu berücksichtigen ist, welche Besonderheiten es hat. Deshalb glaube ich, dass es weniger in das Recht des Kindes eingreift, sondern den Eltern mehr Möglichkeiten gibt."

0 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@daserste.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.