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Video: Wohlfahrtsverband fordert mehr Geld für Hartz-IV-Bezieher

14.04.20 | 04:28 Min. | Verfügbar bis 14.04.2021

Der Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, hat angesichts der prekären Lage von Hartz-IV-Beziehern, die durch die Coronakrise besonders betroffen sind, 100 Euro zusätzlich im Monat gefordert. Allein 600.000 Menschen müssten in Notwohnungen in Deutschland leben, und die rund 1,6 Millionen Stammkunden von den Tafeln seien besonders stark betroffen, weil fast die Hälfte dieser Einrichtungen geschlossen hätten. Schneider forderte, die Menschen in Notunterkünften, die auf beengtem Raum leben müssten, zu entzerren. Der Staat müsse hierfür vorübergehend Hotels, Appartements oder Ferienwohnungen anmieten, um diese Menschen angemessen unterzubringen. Die Bundesregierung habe vorbildlich für die Wirtschaft und den Mittelstand gehandelt, nur für die armen Menschen sei nichts geschehen. Eine weitere Ungerechtigkeit sieht Schneider in der derzeitigen Bildungssituation für arme Kinder. Es herrsche "tiefste Bildungsungerechtigkeit", weil arme Familien sich oft keine Computer fürs Home-Schooling leisten könnten. Hier müsse der Staat einspringen und Computer anschaffen.