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Weltspiegel Reportage: Senegal

Der Kampf um die Küste

Vom Meer zerstörte Häuser am Strand von Saint-Louis.
Vom Meer zerstörte Häuser am Strand von Saint-Louis. | Bild: WDR / Caroline Hoffmann

Saint-Louis gilt als das "Venedig Afrikas" und ist UNESCO-Weltkulturerbe – prächtige Attribute. Aber die Küstenstadt im Norden des Senegal hat auch ein großes Problem: Wie in vielen westafrikanischen Ländern werden ganze Küstenabschnitte weggespült. Allein in den vergangenen Monaten mussten in Saint-Louis mehr als 800 Menschen vor dem Atlantik fliehen.

Sandabbau im großen Stil

Weil das Meer den Strand abträgt und die dahinter liegenden Stadtteile zerstört, plant die Verwaltung, bis zu 10.000 Einwohner der alten französischen Kolonialstadt umzusiedeln. Es trifft oft die Armen wie die Fischerfamilien in Saint-Louis. Sie leben jetzt in Zelten, Kilometer vom Meer entfernt.

Mehrere Personen in einem zerstörten Haus am Meer
Fischer Mamadou Thiam mit Familie in ihrem alten Zuhause. | Bild: WDR / Caroline Hoffmann

Schuld sind die starken Sturmfluten, sagen die senegalesischen Behörden. Der durch den  Klimawandel steigende Meeresspiegel werde alles noch schlimmer machen. Und der Sandabbau: Jahrelang wurde im Senegal in großem Stil Sand direkt vom Strand abtransportiert, um den Bauboom im Land zu befriedigen.

Umsiedlung von Familien geplant

Eine Frau sitzt vor einem Haus
Yaram Sene, Schwester eines Fischers. | Bild: WDR / Caroline Hoffmann

Der Film zeigt, wie die Erosion das Leben der Menschen im Senegal verändert. Er begleitet die Umwelt-Polizei auf "Sand-Streife" – auf der Jagd nach Menschen, die mit einfachen Pferdekarren immer noch Sand abbauen. Der Film schaut auf die Stadt Saint-Louis, die versucht, ihre Bevölkerung vor dem Meer zu schützen. Und er zeigt am Beispiel einer Fischerfamilie in dieser Stadt, wie der Druck auf die ärmere Bevölkerung der Küstenlandschaft wächst.  

Ein Film von Caroline Hoffmann

Stand: 27.08.2019 22:21 Uhr

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