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Reiseerleichterung – die neue Onlineplattform QIXXIT

Logo der Mobilitätsplattform Qixxit
Führt Qixxit ans Ziel?

Seit Juni 2014 ist Qixxit im Internet (www.qixxit.de) am Start. Qixxit ist das neue, kostenlose Mobilitätsportal der Deutschen Bahn. Der Online-Reiseplaner soll das Reisen einfacher machen. Die Website ermöglicht deutschlandweit eine verkehrsmittelübergreifende und hausnummerngenaue Reiseplanung. Qixxit vergleicht und kombiniert verfügbare Verbindungen und hilft so bei der Auswahl der passenden Reiseroute. Das Programm zeigt Reiseverbindungen für verschiedene Verkehrsmittel, z.B. Flugzeuge, Nah- und Fernzüge, Fern- und Regionalbusse, private und geteilte Autos (Carsharing), Mietwagen sowie Fahrräder an. Selbst Fußwege werden aufgelistet. Die Deutsche Bahn betont, dass es keine Bevorzugung von Reisemitteln gibt und die Auswahl der Reisevarianten neutral erfolgt. Ziel ist es, Kunden auf Alternativen zum eigenen Auto aufmerksam zu machen. Qixxit gibt es im Internet und als App für Android Smartphones sowie iOS Endgeräte.

Wie funktioniert Qixxit?

Reisende geben bei Qixxit Start und Ziel ein. Die Programmsoftware zeigt dann je nach Einstellung die schnellsten, billigsten oder komfortabelsten Verbindungen an. Diese sind detailgenau und bringen die User von „Tür zu Tür“.

Unser Qixxit-Test:

Wie gut das System wirklich ist, testet Ratgeber Auto-Reise-Verkehr mit Hilfe von Paula und Barbara. Beide probieren für uns zwei verschiedene Strecken aus. Die Reisplanung übernimmt die Programmsoftware von Qixxit.

Für Paula geht es von Fürth aus ins rund 70 Kilometer entfernte Rothenburg ob der Tauber – quer durch Franken. Bestimmte Verkehrsmittel lässt sie aus. Fliegen z.B. ist auf Paulas Route keine Option. Paula setzt auf öffentliche Verkehrsmittel, denn um teure Optionen wie Auto oder Taxi machen wir bei unserem Test einen Bogen. Alles klappt beim Start vor der Haustür. Die Abfahrtzeit stimmt und der Bus ist pünktlich. In der Fürther Innenstadt hat sie fünf Minuten Zeit, um von der Bushaltestelle zum U-Bahngleis zu kommen. Vom Fürther Rathaus soll es Richtung Nürnberg gehen.

Hier zeigt sich, dass die Qixxitroute ihre Tücken hat. Paula ist zwar gut zu Fuß, muss sich aber sputen. Auf dem Nürnberger Hauptbahnhof bleiben ihr sechs Minuten zum Umsteigen in die Regionalbahn nach Ansbach – und sie hat noch keine Fahrkarte. Paula verpasst daher den Zug in Nürnberg. Qixxit ist jetzt keine große Hilfe. Es zeigt zwar Verspätungen an - aber keine Alternativverbindungen. Das hängt zum Teil auch daran, dass nicht alle Kooperationspartner von Qixxit, schon jetzt alle wichtigen Daten liefern können, die für so ein Feature notwendig sind.

Doch selbst ohne Echtzeitdaten ist der Qixxit-Routenplaner für Reisende wie Paula schon jetzt eine echte Hilfe. Denn das mühsame Heraussuchen und Zusammenstöpseln einzelner Verkehrsmittel und Verbindungen übernimmt das Programm. Gerade im Dschungel des öffentlichen Nahverkehrs ist das eine Erleichterung.

Unsere zweite Testerin ist Barbara aus Regensburg. Sie fährt für uns nach Abensberg in Niederbayern. 40 Kilometer liegen beide Städte auseinander. Qixxit zeigt wieder verschiedene Reiseoptionen an. Auf Taxi, Auto und Fahrrad will Barbara verzichten. Qixxit berechnet für sie die angeblich ideale Route mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Doch schon der Start irritiert. Denn Barbara soll erst einmal zwölf Minuten zu einer weiter entfernten Bushaltestelle laufen, obwohl direkt vor ihrer Haustür viele Busse abfahren. Dieses Beispiel zeigt, dass Qixxit noch nicht ausgereift ist. Barbara macht sich auf den Weg, doch dieser zieht sich. Und die Reststrecke mit dem Bus ist nur noch kurz.  Kurzerhand beschließt sie, sich doch lieber auf die eigenen Ortskenntnisse zu verlassen und den restlichen Weg nun auch noch zu laufen.

Trotz eigener „Routenänderung“ schafft es Barbara rechtzeitig zum Regensburger Bahnhof. Von dort geht es weiter mit einer Regionalbahn nach Abensberg. Die von Qixxit angezeigten Ankunfts- und Abfahrtzeiten stimmen bei Barbaras Testfahrt. Auch die Reisedauer von 23 Minuten. Vom Bahnsteig muss Barbara noch acht Minuten bis zu ihrem Ziel laufen - wie im Planer beschrieben.

Fazit unseres Qixxit -Tests:

Schwachstellen von Qixxit nach unserem Test: Ticket Buchungen aus der App heraus sind noch nicht in vollem Umfang möglich. Umsteigezeiten bei einzelnen Verbindungen sind teils zu knapp bemessen. Verspätungen und Ausfälle können bis auf die Daten der DB noch nicht angezeigt werden. Alternativrouten aufgrund von Verspätungen etc. werden nicht angezeigt – man kann sich natürlich unterwegs auf seinem Smartphone von Qixxit eine neue Route ausrechnen lassen. Dennoch: Der Qixxit-Reiseplaner ist eine sinnvolle, leicht zu bedienende Hilfe, um die passende Reiseroute zu finden. Ein Service, den es zuvor noch nicht gab.

Stand: 28.07.2014 09:35 Uhr

Sendetermin

So, 20.07.14 | 16:30 Uhr
Das Erste

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Saarländischer Rundfunk
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