Was sind Mondpreise überhaupt? Sind sie zulässig?

Der Leipziger Kabarettist Ralf Bärwolff auf Mission "Mondpreise"
Der Leipziger Kabarettist Ralf Bärwolff hat sich einen Weltraumfahreranzug angezogen und ist für "Vorsicht, Verbraucherfalle!" auf die Mission "Mondpreise" gegangen.  | Bild: Juliane Zeisler

"Von einem Mondpreis spricht man, wenn ein niedriger aktueller Verkaufspreis mit einem höheren durchgestrichenen Verkaufspreis verglichen wird", erklärt Peter Brammen von der Wettbewerbszentrale. Der Begriff hat sich in den vergangenen Jahren umgangssprachlich unter Verbraucherschützern und Wettbewerbsrechtlern herausgebildet und wird von Journalisten gebraucht. Der Begriff "Mondpreis" ist vom Gesetzgeber nicht definiert.

Sind Mondpreise verboten?

"Unzulässig wird der Mondpreis, wenn der höhere durchstrichene Preis entweder gar nicht gefordert wurde oder nicht zumindest eine angemessene Phase vor der Preissenkung dann gefordert wurde", so Peter Brammen. Irreführende Preisgegenüberstellung ist irreführende Werbung und nach dem "Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb" verboten. Im § 5 heißt es: Eine geschäftliche Handlung ist irreführend, wenn sie unwahre Angaben enthält, wie unter anderem das Vorhandensein eines besonderen Preisvorteils. Das Gesetz lässt es bei der allgemeinen Beschreibung und lässt dem Handel so Spielraum bei der Preisgestaltung. In vielen Fällen muss ein Gericht angerufen werden, um zu klären, was erlaubt ist und was nicht.

Links – Gerichtsurteile zu Mondpreisen:

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