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1949 – Ein Jahr, zweimal Deutschland

Der frisch gewählte erste Bundeskanzler muss sich auf dem Petersberg bei Bonn durch die Alliierten Hohen Kommissare legitimieren lassen.
Der frisch gewählte erste Bundeskanzler Konrad Adenauer muss sich auf dem Petersberg bei Bonn durch die Alliierten Hohen Kommissare legitimieren lassen. | Bild: WDR/picture alliance

1949 ist ein besonderes Jahr für die deutsche Geschichte: Damals wurden nahezu parallel zwei deutsche Staaten gegründet, die die Zweiteilung der Welt im Kalten Krieg widerspiegelten und die Deutschen über Jahrzehnte voneinander trennen sollten.

Aus heutiger Sicht, in der historischen Rückschau, scheint es folgerichtig, was damals geschah. Heute wissen wir auch, dass die deutsch-deutsche Teilung zwar lange dauerte, aber letztlich nicht unumkehrbar war. Und es scheint logisch und geradezu zwangsläufig, dass es die demokratische Werteordnung des Grundgesetzes von 1949 ist, die sich als Basis der Gesellschaft auch des wiedervereinigten Deutschlands durchgesetzt hat.

Historisches Experiment ohne Beispiel

Die Deutschen im Jahr 1949 konnten all das nicht einmal ahnen. Sie erlebten im Osten und im Westen ein historisches Experiment ohne Beispiel. Eine Situation des radikal Neuen, das Hoffnung weckte, aber auch Ängste auslöste. Was, wenn man mit den Staatsgründungen einen historischen Fehler beging? Was, wenn man doch nicht in der Lage wäre, den Fluch des Faschismus zu überwinden? Aber auch: Was, wenn man nun endlich ein besseres Deutschland schaffen könnte?

Die Gründung der DDR feiert die FDJ mit einer Massenkundgebung mit Fackelzug Unter den Linden in Ostberlin.
Die Gründung der DDR feiert die FDJ mit einer Massenkundgebung mit Fackelzug Unter den Linden in Ostberlin. | Bild: WDR/picture alliance

Zwei Staaten - vier Lebensläufe

Die Dokumentation "Ein Jahr, zweimal Deutschland 1949" will nicht nur die wesentlichen Ereignisse rund um die beiden Staatsgründungen im Jahr 1949 rekonstruieren, sondern auch das Lebensgefühl der Zeit, mit viel Archivmaterial und mit den Erinnerungen von Menschen, die diese Zeit intensiv erlebt haben. Günther Dohmen war damals Student und Hilfskraft im Parlamentarischen Rat, Hans Modrow ein FDJ-Aktivist im Lokomotivwerk, Heinz Schwarz ein angehender CDU-Politiker im Rheinland und Charlotte Knobloch eine junge Holocaust-Überlebende, die ihre Heimatstadt München eigentlich schnell wieder verlassen wollte. Gemeinsam schildern sie den Beginn einer politischen und gesellschaftlichen Reise, deren Verlauf und Ziel damals noch ganz offen waren.

Ein Film von Mathias Haentjes

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