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Hintergrundinfos zur Bahn

Im Spurt zum Anschlusszug. Jeder vierte Zug im Fernverkehr kommt mindestens sechs Minuten zu spät. | Bild: hr

Im Spurt zum Anschlusszug. Jeder vierte Zug im Fernverkehr kommt mindestens sechs Minuten zu spät.

In der Verkehrsleitzentrale in Frankfurt am Main behalten Dutzende Disponenten in drei Schichten 1500 Fernzüge täglich im Auge.

Matthias Bley aus Kassel ist Fernpendler. Unter der Woche arbeitet der Bibliothekar in der Nähe von Oldenburg. Bley hat vier Wochen lang das Tagebuch eines Bahnpendlers geführt: 8 Stunden und 20 Minuten Verspätung bei einer regulären Fahrzeit von 80 Stunden und 35 Minuten sind zusammengekommen.

So sehen Netz und Züge in der Verkehrsleitzentrale des Fernverkehrs in Frankfurt am Main aus. Die blauen Kästchen zeigen Verspätung an.

Irgendwas ist immer – und oft stimmen die Angaben nicht.

Die Bahn hat die günstigste CO2- Bilanz der großen Verkehrsträger. Einzig Fernbusse fahren noch klimaschonender.

Die Fernzüge der Deutschen Bahn sind zu stark beansprucht. Für Wartung und Reparatur bleibt oft keine Zeit. Viele Schäden werden nicht zügig repariert: Reservierungsanzeigen, Kaffeemaschinen, Toiletten.

72 Prozent aller Waren werden in Deutschland mit Lastern transportiert. Die Bahn hat nur einen Marktanteil von 19 Prozent.

Im "Cargo Operation Center" in Frankfurt am Main versuchen Christoph Petersen und Kollegen, trotz gesperrter Strecken, fehlender Lokführer und Unwettern das Geschäft in Schwung zu halten.

Im Rangierbahnhof Mannheim werden einzelne Güterwaggons zu Zügen zusammengestellt. Ein mühsames Geschäft mit viel Handarbeit, das jedes Mal Stunden dauert.

Lokrangierführerin Manuela Aplas schiebt im Rangierbahnhof Mannheim Güterwaggons den "Abrollhügel" herunter. Über Weichen werden sie zu Zügen zusammengestellt.