SENDETERMIN So, 10.11.19 | 16:30 Uhr | Das Erste

Depression kann jeden treffen

Robert Enke – 10 Jahre danach

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Depression kann jeden treffen | Video verfügbar bis 10.11.2020 | Bild: picture-alliance

Am 10. November 2019 jährt sich zum zehnten Mal der Todestag von Robert Enke. 2009 erschütterte ein Ereignis die Öffentlichkeit: Deutschlands Nationaltorhüter Robert Enke hatte seinem Leben ein Ende gesetzt. Er litt an Depressionen, was er aber nicht öffentlich gemacht hatte. Bis heute ist Robert Enke in Deutschland eines der prominentesten Opfer dieser tückischen Krankheit, die immer noch tabuisiert und missverstanden wird.

Rund um Robert Enkes Tod sind viele Missverständnisse und Spekulationen entstanden. Der Druck des Profifußballs habe ihn in den Suizid getrieben. Der Tod seiner kleinen Tochter Lara habe die Krankheit ausgelöst. Beides ist falsch. Autor Henning Rütten hat Teresa Enke und viele Vertraute und Freunde von Robert Enke getroffen. Dabei ist ein  emotionaler Rückblick auf Robert Enkes Leben entstanden.

Für einen offeneren Umgang mit der Krankheit Depression

Die Witwe Teresa Enke und seine damaligen Freunde kämpfen seit seinem Tod dafür, dass mit der Krankheit Depression in Deutschland offener umgegangen wird. Zwischen zwei klinischen Depressionen in den Jahren 2004 und 2009 war Robert Enke ein extrem druckresistenter Leistungssportler. "Nach dem Tod von Lara war er stabil", sagt Teresa Enke. Was allerdings stimmt: Das Versteckspiel rund um seine Krankheit hat Robert Enke tiefer in die Depression getrieben.

Die Angst, seinen Beruf zu verlieren und die damit verbundene Weigerung, sich seinem Verein zu offenbaren und sich stationär behandeln zu lassen, hat ihn das Leben gekostet. "Die Klinik wäre seine Rettung gewesen, das glaube ich", sagt Teresa Enke.

Ein Film von Henning Rütten

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