SENDETERMIN Mo., 09.01.23 | 22:50 Uhr | Das Erste

ARD Wissen: Deutschland im Ernstfall (1)

Wie schützen wir unsere Infrastruktur?

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Deutschland im Ernstfall (1) – Schutz der Infrastruktur  | Video verfügbar bis 06.01.2028 | Bild: BR

Deutschland ist durchzogen von komplexen, vielschichtigen Netzen, die unser tägliches Leben bestimmen: Stromnetze, Kabel, Schienen, Straßen. Das Zusammenspiel dieser Lebensadern bestimmt, wie wir wohnen, kommunizieren, arbeiten oder reisen. Wie wichtig diese Infrastruktur für unsere moderne Welt ist, merken wir erst, wenn sie ausfällt, weil Teile davon zerstört oder sabotiert wurden.

In der 45-minütigen Dokumentation nimmt Presenterin Lena Ganschow die Schwachpunkte unserer Infrastruktur genau unter die Lupe. Deutschlandweit begibt sie sich auf die Suche nach Lösungen, wie wir unsere kritische Infrastruktur schützen können.

Immer wieder kommt es vor, dass wichtige Kommunikationskabel gekappt werden - wie zuletzt bei einem Anschlag auf das Kommunikationssystem der Bahn. Colja Schubert vom Fraunhofer Institut HHI erklärt Lena Ganschow in seinem Labor, wie einfach sich Glasfaserkabel zerstören lassen. Was müsste passieren, um unsere Kommunikation längerfristig lahm zu legen, und wie lassen sich die wichtigen Kommunikationsstränge vor Sabotage oder Abhörattacken schützen?

Reporterin Lena Ganschow erfährt von Professor Christian Schaum von der Bundeswehr Universität München, wie im Notfall unser Trinkwasser aufbereitet wird. Die beiden stehen in einem Technikraum der Bundeswehr Universität.
Reporterin Lena Ganschow erfährt von Professor Christian Schaum von der Bundeswehr Universität München, wie im Notfall unser Trinkwasser aufbereitet wird. Die beiden stehen in einem Technikraum der Bundeswehr Universität. | Bild: ARD / Joachim Walther

38.000 Brücken und 230 Tunnel gibt es allein im Bereich der Bundesfernstraßen. Es sind echte Nadelöhre. Fällt eines von ihnen durch einen Sabotageakt aus, würde das nicht nur einen immensen wirtschaftlichen Schaden bedeuten, sondern auch ein Verkehrskollaps herbeiführen.: Am besten verhindert man einen Sprengstoffanschlag schon im Vorfeld. Womit? Überwachungskameras sind ein Teil des Konzeptes, aber genauso wichtig kann in Zukunft die Sensorik sein. Kleine High-Tech-Geräte können chemische und sogar explosive Stoffe erfassen, sie sind also eine Art technischer Spürhund, der frühzeitig Alarm schlagen kann.

ARD Wissen: Wie schützen wir unsere Infrastruktur?

Auch in Bremerhaven arbeitet das Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen daran, durch Echtzeitbilder aus verschiedenen Bereichen Bedrohungen frühzeitig zu erkennen und Resilienzen aufzubauen, um so den Totalausfall zu verhindern.

Sekündlich gibt es Cyberattacken auf der ganzen Welt. Im PwC Cyber Experience Center in Frankfurt demonstrieren Forscherinnen und Forscher an operativen Anlagen, was ein Cyberangriff anrichten kann, indem er ganze Anlagen lahmlegt. Die Demonstration im Kleinen soll Bewusstsein dafür schaffen, was im Ernstfall bei einem Cyberangriff passieren kann.

Bei alle Sorge um die Bedrohung: Es wurde nie zuvor so viel geforscht, um unsere Kritische Infrastruktur besser zu schützen.  Und auch wenn es keine 100%ige Sicherheit geben kann, sind wir in vielen Bereichen besser aufgestellt, als wir oft annehmen.

Zweiteiliger Film von Judith Völker

Mit diesem Zweiteiler zum Thema Infrastruktur beginnt die neue ARD Wissen-Dokumentationsreihe "ARD Wissen".

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