Do., 30.03.23 | 00:05 Uhr
Das Erste
Ein zerrissenes Dorf
Upahl und die Flüchtlingsunterkunft
In vielen Gemeinden sorgt die Verteilung von Geflüchteten wieder für Proteste. Im mecklenburgischen Dorf Upahl hat der Widerstand gegen eine Containerunterkunft für 400 Asylsuchende sogar für deutschlandweites Aufsehen gesorgt. 400 Geflüchtete seien zu viele auf einmal, findet die Mehrheit der 500 Einwohnerinnen und Einwohner. Sie fühlen sich vom zuständigen Landrat übergangen und vor vollendete Tatsachen gestellt. Viele haben Angst vor den angekündigten Geflüchteten, manche äußern sich ganz offen fremdenfeindlich. Daher gehen sie jede Woche wieder gegen die Unterkunft auf die Straße. Und die Politik? Der zuständige Landrat hat Verständnis für die Proteste, er schiebt alle Verantwortung auf den Bund.
Doch ist das so einfach? Und was macht all das mit den Geflüchteten selbst, die in dieses Dorf kommen sollen? Ein "Panorama"-Team hat sechs Wochen lang mit den Menschen in Upahl über ihre Ablehnung gesprochen, hat aber auch Geflüchtete getroffen, die in die Container ziehen sollen. Eine Reportage über ein Dorf, das beispielhaft für viele Kommunen in Deutschland zeigt, wie plötzlich die Stimmung kippt: gegen die Geflüchteten, aber auch gegen die Politik.
Ein Film von Eike Köhler und Mirco Seekamp
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