SENDETERMIN Fr., 01.05.20 | 11:00 Uhr | Das Erste

Europakonzert der Berliner Philharmoniker 2020

Mit ihrem traditionellen Europakonzert erinnern die Berliner Philharmoniker jedes Jahr an ihre Gründung am 1. Mai 1882. 2020 treten sie zum ersten Mal seit 27 Jahren wieder in Israel auf. Mit ihrem Konzert im Charles Bronfman Auditorium in Tel Aviv will das Orchester mit ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko das Augenmerk auf die engen kulturellen Verbindungen zischen Europa und Israel richten.
Zum ersten Mal seit 27 Jahren treten die Berliner Philharmoniker 2020 wieder in Israel auf. | Bild: rbb / Stefan Höderath

Seit 1991 feiern die Berliner Philharmoniker ihren Geburtstag am 1. Mai mit dem Europakonzert an einem besonderen historischen Ort. In diesem Jahr sollte das Fernsehkonzert eigentlich als Auftakt einer großen Europatournee in Tel Aviv stattfinden. Das Konzert sollte auch Teil des Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Israel sein. Durch die weltweite Corona-Pandemie musste der Staatsbesuch verschoben und die gesamte Tournee, einschließlich des Europakonzertes, abgesagt werden. Bundespräsident Steinmeier eröffnet das Europakonzert in der Philharmonie nun mit einer kurzen Ansprache.

Mithilfe ihrer langjährigen Medienpartner Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und EuroArts ist es den Berliner Philharmonikern kurzfristig gelungen, das Konzert als Live-Übertragung aus der Philharmonie Berlin im Ersten, im  Radio auf rbbKultur und online in der Digital Concert Hall zu zeigen. Die Übertragung wird außerdem in mehr als 80 weiteren Ländern zu sehen sein.

Um alle Abstandsregeln und Hygieneanforderungen unter diesen besonderen Umständen einhalten zu können, wurde das Programm an eine kammermusikalische Besetzung angepasst. Es lautet nun:

Arvo Pärt Fratres
György Ligeti
Ramifications
Samuel Barber Adagio for Strings
Gustav Mahler Symphonie Nr. 4 (Bearbeitung für Kammerensemble von Erwin Stein)

Berliner Philharmoniker

Kirill Petrenko Dirigent
Christiane Karg
Sopran

Andrea Zietzschmann, Intendantin der Berliner Philharmoniker, Chefdirigent Kirill Petrenko und die Orchestervorstände sagen in einem gemeinsamen Statement:

»Wir sind allen Beteiligten sehr dankbar, dass es möglich ist, in dieser schwierigen Zeit das Europakonzert stattfinden zu lassen. Dieses Konzert stand immer im Zeichen des geeinten Europa, eine Botschaft, die uns heute wichtiger denn je erscheint. Wir möchten mit diesem Konzert unserem Publikum weltweit Freude bereiten und ihm ein Signal der Verbundenheit senden.«

Patricia Schlesinger, Intendantin des rbb, sagt dazu:

»Das Europakonzert der Berliner Philharmoniker ist traditionell von besonderer symbolischer Kraft und steht ganz im Zeichen der Verbundenheit. In Zeiten, in denen wir auf die grenzenlose Freiheit in Europa verzichten müssen, sind wir dank der Musik dieses einzigartigen Orchesters vereint. Das Konzert übertragen zu dürfen, ist uns gerade jetzt eine besondere Freude.«

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