SENDETERMIN Mo, 26.08.19 | 21:45 Uhr | Das Erste

Exclusiv im Ersten: Kriegsverbrecher in Deutschland

Jagd auf Assads Schergen

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Exclusiv im Ersten: Kriegsverbrecher in Deutschland - Jagd auf Assads Schergen | Video verfügbar bis 25.08.2020 | Bild: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

2016 hatte sich Ahmad das erste Mal in seinem Leben wirklich sicher gefühlt. Aus dem Norden von Aleppo – eine der umkämpftesten Regionen im syrischen Bürgerkrieg – war er nach Deutschland geflohen. Geflohen vor den Bomben, den Scharfschützen und grausamen Verbrechen des Krieges. Heute hat er hier einen hoch bezahlten Job, lebt mit seiner Familie in NRW. Doch sicher fühlt er sich nicht mehr, seit er weiß, dass ein Kriegsverbrecher aus seiner Heimat knapp eine Autostunde von ihm entfernt lebt.

Was tun deutsche Behörden?

"Ich weiß, wozu dieser Mann in Syrien fähig war – natürlich habe ich jetzt Angst. Deutschland ist doch ein Rechtsstaat Warum darf dieser Verbrecher hier frei rumlaufen?", fragt Ahmad. Der Familienvater erzählt, wie der Mann, vor dem er sich so sehr fürchtet, im Bürgerkrieg ein Verbrechen nach dem anderen begeht. "Ich weiß, dass er Ärzte daran gehindert hat, Verletzte zu versorgen. Ich habe gesehen, wie er Minderjährige für seinen Krieg missbraucht hat. Ich war dabei, als er den Befehl gegeben hat, auf Zivilisten zu schießen."

Eines der Opfer identifiziert erstmals öffentlich seinen Peiniger.
Eines der Opfer identifiziert erstmals öffentlich seinen Peiniger. | Bild: MDR / Christan Werner

Kriegsverbrecher – mitten unter uns in Deutschland. Oft unbehelligt und gut vernetzt. Wie kann das sein? Was tun deutsche Behörden dagegen? Für die deutschen Ermittler ist es sehr schwierig, aus tausenden Hinweisen, die wirklich wichtigen herauszufiltern.

In monatelanger Kleinarbeit ist es einem Reporterteam des ARD-Magazins "FAKT" gelungen, einen bisher von den Behörden unbehelligten mutmaßlichen Kriegsverbrecher aufzuspüren, um ihn mit seinen Taten zu konfrontieren. Die "FAKT"-Reporter begleiten auch Opfer bei deren Aussagen gegen ihre Peiniger. Sie sind dabei, wenn internationale Organisationen ihren nächsten Schlag gegen mutmaßliche Kriegsverbrecher vorbereiten.

Ein Film von Florian Farken, Tarek Khello und Christian Werner

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