SENDETERMIN Mi., 22.07.20 | 22:45 Uhr

Loveparade – Die Verhandlung

Dokumentarfilm im Ersten

PlayBlick in einen großen, leeren Gerichtssaal
Loveparade: Die Verhandlung | Video verfügbar bis 20.10.2020 | Bild: WDR/DOCDAYS Productions GmbH

Vor zehn Jahren, am 24. Juli 2010, kam es bei der Loveparade in Duisburg zur Katastrophe: 21 Menschen starben im Gedränge, über 600 wurden verletzt. Der Film "Loveparade – Die Verhandlung" begleitet die juristische Aufarbeitung des Unglücks von Duisburg. Eine gigantische Rave-Party endete in Tod und Verzweiflung. Wer ist für die Katastrophe verantwortlich? Das sollte ein Gerichtsverfahren klären.  

Verfahren beginnt erst sieben Jahre nach der Katastrophe

21 Jahre nach ihrer Gründung war die Loveparade in Duisburg angekommen. Was einst als Kleinst-Parade im Westberlin der Wendezeit begann, war längst zu einem Millionenspektakel mit weltweiter Ausstrahlung geworden.

An diesem 24. Juli 2010 kommt es in Duisburg zur Katastrophe: Auf den Zu- und Abgangswegen zum Festgelände stauen sich zehntausende Menschen. 21 Menschen sterben im Gedränge, über 600 werden verletzt. Die Opfer stammen aus Deutschland, China, Australien, Spanien, Italien und den Niederlanden. Erst mehr als sieben Jahre später, ab Dezember 2017, wird darüber vor Gericht verhandelt.

Der Loveparade-Prozess ist eines der wichtigsten Verfahren in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Noch keine Ermittlung stützte sich auf so viele Zeugen und so viel Bildmaterial.
Der Loveparade-Prozess ist eines der wichtigsten Verfahren in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Noch keine Ermittlung stützte sich auf so viele Zeugen und so viel Bildmaterial. | Bild: WDR / DOCDAYS Productions

Verfahren eingestellt

Der Loveparade-Prozess war ein Mammut-Verfahren, das am 4. Mai 2020 nach 184 Verhandlungstagen ohne Urteil zu Ende ging. Akribisch hat das Filmteam eines der bislang wichtigsten Verfahren der Nachkriegszeit drei Jahre lang begleitet und dazu Hintergründe recherchiert. Der Film dokumentiert in einzigartiger Weise das juristische Hin und Her über die Frage, wer die strafrechtliche Verantwortung für die Katastrophe trägt.

Grafitti im Tunnel zeigt Silhouetten von Menschen.
Im Tunnel durch den die Besucher der Loveparade 2010 mussten, kam es auf einer Rampe zur Massenpanik. Heute erinnert ein Grafitti in diesem Tunnel an die Opfer. | Bild: WDR / DOCDAYS Productions

Er zeigt, wie dieses besondere Verfahren auf Betroffene und Beobachter wirkt. Das Landgericht Duisburg stand unter enormen Erwartungsdruck und sollte eine Aufarbeitung der Katastrophe leisten. Der Film navigiert durch die schweren Wasser von "Recht" und "Gerechtigkeit", ohne dabei zu moralisieren.

Ein Film von Dominik Wessely

12 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@daserste.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.