SENDETERMIN Mo, 06.08.18 | 22:45 Uhr | Das Erste

Die Story im Ersten: Pässe für Kriminelle

PlayClaudia Heckl wurde Opfer eines Identitätsdiebstahls.
Pässe für Kriminelle | Video verfügbar bis 06.08.2019 | Bild: BR

Der Fingerabdruck, die Iris oder die eigene Stimme, diese individuellen, unverwechselbaren, einzigartigen Merkmale eines jeden Menschen sind der Fokus, wenn es um die Identifizierung geht. Geschäfte im Netz und Grenzen sollen so sicherer werden. Mit diesem Versprechen verdient die IT-Industrie Millionen. Aber auch der Staat vertraut darauf, dass durch diese sogenannten biometrische Daten Pässe und Personalausweise noch besser geschützt sind. Doch Cyberkriminelle haben die Datenbanken, die biometrische Daten speichern, schon längst im Visier. Sie dringen bei staatlichen Stellen oder in IT-Systeme der privaten Wirtschaft ein und verschaffen sich so Zugriff auf die sensiblen Daten. Es gibt bereits erste Fälle, bei denen Kriminelle und Terroristen biometrische Daten missbrauchen. Und es werden inzwischen Reisedokumente mit biometrischen Daten im Dark Web angeboten.

Datendiebstahl mit verheerenden Folgen

Scheinidentität: Gesicht und Fingerabdruck
Gesicht und Fingerabdruck dienen zur eindeutigen Identifikation einer Person.

Für die Opfer eines solchen persönlichsten Datendiebstahls ist das eine Katastrophe. Wie sollen sie nachweisen, dass sie eine kriminelle Tat nicht begangen haben? Dass ihr Fingerabdruck nicht ihr Fingerabdruck ist. Und: Ein gestohlener Fingerabdruck oder das geklonte Gesicht lassen sich nicht ersetzen. Das bedeutet, die Opfer haben im schlimmsten Fall den Rest ihres Lebens ein Problem.

Lässt sich der Datenmissbrauch verhindern?

Sind es nur Sicherheitslücken oder ist es unmöglich, die Daten verlässlich zu schützen? Wer trägt die Verantwortung? Die Dokumentation zeigt, wo Staat und Wirtschaft an den falschen Stellen sparen, konfrontiert die Verantwortlichen und spricht mit Opfern. Denn noch ist es nicht zu spät, Menschen vor dem Diebstahl ihrer Identität zu schützen.

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