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Die Story im Ersten: Trumps Amerika

PlayDie Rassismus-Proteste reißen im Wahljahr 2020 nicht ab.
Trumps Amerika – Die fremd gewordene Supermacht | Bild: picture alliance/ZUMA Press / Leslie Spurlock

Die USA im Wahljahr 2020: Mehr als fünf Millionen Corona-Infizierte, das Land zerrissen durch eine Rassismus-Debatte. Ein Präsident, der über Twitter Zweifel an den Wahlen schürt. Ein letztes Aufbäumen eines demnächst Abgewählten? Oder installiert sich hier ein Alleinherrscher?

Zu Beginn des Jahres sah es gut aus für Donald Trump: Die Wirtschaft lief, die Arbeitslosenzahlen auf einem 50-Jahres-Tief, seine Umfragewerte im Höhenflug, die Demokraten mit sich selbst beschäftigt. Doch dann kam Corona. Eine Gefahr, die der Präsident zuerst nicht wahrhaben wollte. Wie durch ein Wunder werde das Virus verschwinden, beschwichtigte er.

Corona macht die Mängel im Gesundheitssystem sichtbar

Statt des Wunders kam eine Krise, die die USA so hart trifft wie kaum ein anderes Land. Die Wirtschaft am Boden. Und Corona macht die Mängel im Gesundheitssystem deutlich sichtbar.

Eine Frau steht in Milwaukee auf der Straße.
Aktivistin Angela wird in Milwaukee oft auf der Straße angesprochen. Mit ihrer Organisation will sie politikfrustrierte schwarze Wähler an die Urnen bringen. Corona macht den Job noch schwieriger. | Bild: ARD

Überdurchschnittlich stark von Corona getroffen sind schwarze Amerikaner. Sie arbeiten überdurchschnittlich oft in den Billigjobs, die wenig Schutz vor dem Virus bieten, sind seltener krankenversichert. Die Wut, die sich auf den Demos gegen Rassismus Bahn bricht, speist sich aus der Corona-Krise und der Massenarbeitslosigkeit, die über die USA hereingebrochen sind.

Ein Mau und eine Frau in Arizona
Steve und Dodie, tief gläubige Unternehmer in Arizona. Sie sind überzeugte Trump-Fans, fürchten aber, dass er sich mit seinen Tweets selbst aus dem Rennen wirft. | Bild: ARD

Kaum vorstellbar, dass die Wirtschaft sich schnell erholen wird – trotz der Billionen Dollar, die Trump den Unternehmen schenkt. Kaum vorstellbar auch, dass die Millionen von Arbeitslosen bis zur Wahl wieder einen Job haben.

Bus mit Wahlwerbung für Donald Trump
Bus mit Wahlwerbung für Donald Trump | Bild: NDR

Wie beurteilen Menschen in Swing-States Trumps Politik?

Die ARD-Reporterinnen Claudia Buckenmaier und Marion Schmickler sind durch die Swing-States Arizona, Wisconsin und Michigan gereist und haben Menschen getroffen, die davon erzählen wie sie die Wirtschafts- und Gesundheitskrise trifft. Was bedeutet Trumps Politik in diesen Zeiten für sie? Was hält der Farmer, der seine Milch nicht mehr loswird, von Trumps Wirtschaftspolitik? Wie reagiert die schwarze Aktivistin, die zusehen muss, wie die Afroamerikaner ihres Viertels leiden und sterben, auf Trumps aggressive Tweets? Wie kämpft der Umweltschützer in Corona-Zeiten gegen den Bau einer Grenzmauer, die mitten im Naturschutzgebiet hochgezogen wird? Warum stehen republikanische Mittelstands-Unternehmer noch immer hinter Trump, obwohl ihre Existenz auf dem Spiel steht? Wie fühlt sich die Krankenschwester, die versucht, mit Galgenhumor die Corona-Krise zu überstehen? Was erhoffen sich all diese Bürger von der Wahl im November?

Landwirt im US-Bundesstaat Wisconsin steht vor seinem Stall
Milchfarmer Dave aus Wisconsin will wohl wieder Trump wählen, obwohl ihn Trumps Handelskrieg hart trifft. Er glaubt, Trump sei am besten für die Landwirte. | Bild: ARD

Die Demokratie in den USA scheint in der Krise. Der erbitterte Streit der Republikaner und der Demokraten, der spaltende Regierungsstil Donald Trumps hat die Demokratie in den USA an den Abgrund gebracht. Das Misstrauen untereinander ist so groß, dass die Demokraten sogar damit rechnen, dass sich Donald Trump einer möglichen Abwahl widersetzen würde. Unvorstellbar? Die Demokraten beschäftigen sich offenbar genau mit diesem Szenario.

Trump-Kritiker an der Grenze zu Mexiko.
Maxie und Laiken kämpfen in Arizona als Umweltschützer gegen Trumps Mauer an der Grenze zu Mexiko. Sie werfen ihm Wildwest-Demokratie und die Zerstörung ihrer Zukunft vor. | Bild: ARD

Ein Film von Claudia Buckenmaier und Marion Schmickler

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