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Vierzehneinhalb – Basketball auf Rädern

Kai Möller im Länderspiel gegen die Niederlande am 15.06.2018
Kai Möller im Länderspiel gegen die Niederlande am 15.06.2018 | Bild: dpa

Anne, Mareike, und Kai sind sehr verschieden, aber sie haben ein gemeinsames Ziel: die Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft 2018. Der Film begleitet die drei Rollstuhlbasketballer ein Jahr auf ihrem Weg, bei dem es um mehr geht als Sport.

Die Protagonisten

"Vierzehneinhalb" begegnet seinen Protagonisten hierbei auf Augenhöhe und lädt seine Zuschauer zu einem Perspektivwechsel ein. Der Film fragt nach den Grenzen im Rollstuhl und im Leben. Denn jeder der Sportler hat seine individuellen Ziele und Herausforderungen – nicht nur auf dem Spielfeld. Anne Patzwald spielt seit einem Unfall Rollstuhlbasketball und hat durch den Sport zurück ins Leben gefunden. Für die 28-Jährige, die neben dem Sport als Ergotherapeutin arbeitet, ist klar: "Ich bin viel mehr als nur Rollifahrer".


Fußgängerin Mareike Miller träumte schon als Kind von einer Karriere als Basketballprofi. Nach vier Kreuzbandrissen lebt sie diesen Traum jetzt im Sportrollstuhl weiter und war bereits bei den Paralympics 2012 und 2016 erfolgreich. Kai Möller stammt aus dem kleinen Ort Ellingstedt in Schleswig-Holstein und hat trotz seiner angeborenen Behinderung schon früh beschlossen, Profi-Basketballer zu werden. Für ihn bietet Rollstuhlbasketball eine Möglichkeit, die Welt zu entdecken.

Das Punktesystem

Der Titel des Films "Vierzehneinhalb" basiert auf einer Besonderheit im Rollstuhlbasketball. Jeder Spieler wird in einem Punktesystem klassifiziert, um so eine maximal inklusive Sportart zu ermöglichen. Ein Querschnittgelähmter bekommt die geringste Klassifizierung 1,0. Spieler, die im Alltag als Fußgänger unterwegs sind, werden mit 4,5 klassifiziert. Die Summe der Klassifizierungspunkte der fünf SpielerInnen auf dem Feld darf 14,5 in den Vereins- bzw. 14,0 in den Nationalmannschaften nicht überschreiten.

"Vierzehneinhalb" – das transmediale Filmprojekt

Neben der TV-Dokumentation besteht "Vierzehneinhalb" auch aus einer Webserie und einem Kinofilm. In jedem Medium erzählt das transmediale Filmprojekt, die Geschichte mit anderen Schwerpunkten und möchte so eine sehr breite Zielgruppe auf das Thema Inklusion ansprechen. Schon während der Dreharbeiten des Films konnte man die Geschichte der TV-Protagonisten und weiterer Rollstuhlbasketballer als Episoden im Internet verfolgen. Die Webdokumentation auf www.vierzehneinhalb.de begleitet das Team der BG Baskets Hamburg eine ganze Saison in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga und ermöglicht besondere Einblicke in das Leben und den Alltag der Spieler. Verschiedene Social Media-Kanäle ergänzen das Angebot des Projekts im Netz

Ein Film von Guido Weihermüller

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