SENDETERMIN Mo., 13.12.21 | 23:05 Uhr | Das Erste

Weihnachtsmarkt.Anschlag

Das Netzwerk der Islamisten

PlayEs war der schlimmste islamistische Anschlag in Deutschland. Am 19. Dezember 2016 ermordete der Tunesier Anis Amri in Berlin zwölf Menschen und verletzte mehr als einhundert. Zum Leid der Opfer blieb die versprochene „lückenlose Aufklärung“ bisher aus. Anhand exklusiver Bilder und Interviews blickt der Film auf den inner circle um den Attentäter und seine Auftraggeber. - Ersthelfer Gerhard Zawatzki beim Trauma-Therapeuten.
Weihnachtsmarkt.Anschlag – Das Netzwerk der Islamisten | Video verfügbar bis 13.12.2022 | Bild: rbb / Arne Jannsen

Ein Terrorakt erschütterte am 19. Dezember 2016 die Hauptstadt, der bislang schlimmste islamistische Anschlag auf deutschem Boden. Mit einem gestohlenen LKW raste der Tunesier Anis Amri auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Er ermordete zwölf Menschen und verletzte mehr als einhundert. Im Oktober 2021 verstarb ein Ersthelfer an den Folgen seiner Verletzungen, damit erhöhte sich die Zahl der Toten auf 13. Ein Täter, der mehr als 50 Behörden beschäftigte und eine pannenvolle Ermittlungsarbeit, die gleich drei Untersuchungsausschüsse zur Folge hatte.

Ungeklärte Fragen quälen die Opfer und Hinterbliebenen

Seit fünf Jahren begleiten die Autoren Überlebendende und Hinterbliebene der Opfer des Anschlags vom Breitscheidplatz. Es sind Menschen, die ein doppeltes Trauma erlitten haben: Nach den Verletzungen löst die oftmals vergebliche Suche nach Anerkennung durch die Behörden neue Traumata aus. Der Film dokumentiert diesen zähen Kampf.

Es war der schlimmste islamistische Anschlag in Deutschland. Am 19. Dezember 2016 ermordete der Tunesier Anis Amri in Berlin zwölf Menschen und verletzte mehr als einhundert. Zum Leid der Opfer blieb die versprochene „lückenlose Aufklärung“ bisher aus. Anhand exklusiver Bilder und Interviews blickt der Film auf den inner circle um den Attentäter und seine Auftraggeber. - Ersthelfer Gerhard Zawatzki beim Trauma-Therapeuten.
Ersthelfer Gerhard Zawatzki beim Trauma-Therapeuten. | Bild: rbb / Arne Jannsen

Auch die von der Bundeskanzlerin versprochene „lückenlose Aufklärung“ bleibt bislang aus. Bis heute quälen viele ungeklärte Fragen die Opfer und Hinterbliebenen.

Die Story im Ersten geht einigen nach: So wird erstmals die Geschichte der Hintermänner des IS berichtet, dafür geht ein ehemaliger hochrangiger IS-Funktionär vor die Kamera. Auch damalige Weggefährten Amris aus der Islamistenszene werden befragt.

Einblicke in den inner circle um Attentäter Anis Amri

Anhand von bislang unveröffentlichten Bildern und Videos gibt der Film neue Einblicke in den inner circle um den Attentäter und die krude Welt von islamistisch-gesinnten jungen Männern, die sich körperlich und seelisch für den Kampf gegen die „Ungläubigen“ in Deutschland und im Ausland ertüchtigen.

Es war der schlimmste islamistische Anschlag in Deutschland. Am 19. Dezember 2016 ermordete der Tunesier Anis Amri in Berlin zwölf Menschen und verletzte mehr als einhundert. Zum Leid der Opfer blieb die versprochene „lückenlose Aufklärung“ bisher aus. Anhand exklusiver Bilder und Interviews blickt der Film auf den inner circle um den Attentäter und seine Auftraggeber. - rbb-Reporter im Interview mit Amri-Vertrauten.
rbb-Reporter im Interview mit Amri-Vertrauten. | Bild: rbb / Manfred Hagbeck

Die Autoren sprechen auch mit damals zuständigen Polizeibeamten und dem bis zum Anschlagsjahr verantwortlichen BND-Präsidenten. Aus diesen Interviews wird klar: Fünf Jahre nach dem Anschlag weist die Sicherheitsarchitektur in Deutschland weiter Lücken bei der Bekämpfung des Terrorismus auf. 

Ein Film von Sascha Adamek, Joachim Goll und Norbert Siegmund

Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung zwölf Monate lang in der ARD Mediathek verfügbar.

9 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@ard.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.