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Woodstock

PlayAuf dem Woodstock-Festivalgelände
Woodstock – Drei Tage, die eine Generation prägten | Video verfügbar bis 31.07.2020 | Bild: NDR/Courtesy of Museum at Bethel Woods / Doug Lenier

Woodstock ist zur Legende einer ganzen Generation geworden, der Höhepunkt der Hippiebewegung: Im Sommer 1969 kommen eine halbe Million junger Menschen auf einer Farm im Bundestaat New York zusammen, um drei Tage lang zu feiern und Musik zu hören. Batik-Klamotten, lange Haare, Haschischschwaden und eine fröhliche Schlammschlacht bei freier Liebe und Musik – diese Bilder hat man vor Augen.

Eine halbe Million Menschen traf sich 1969 nahe einer Farm im Bundesstaat New York.
Eine halbe Million Menschen traf sich 1969 nahe einer Farm im Bundesstaat New York. | Bild: NDR

Ikonische Bilder, unsterblich gemacht durch einen Kinofilm. Von diesen Dreharbeiten schlummern noch hunderte von Stunden bislang nie gesehenes Material im Archiv. Der bereits einmal für einen Oscar nominierte Regisseur Barak Goodman erhält für die deutsch-französisch-amerikanische Koproduktion Zugang zu diesem Material. Gedreht von Kamerateams, die damals im Publikum gefilmt und eingefangen haben, was den Geist von Woodstock tatsächlich ausmacht.

Die wenigsten Besucher können die Musik hören oder gar die Bühne sehen. Doch immer mehr Menschen strömen auf das Gelände, längst ist jegliche Organisation oder Logistik hinfällig. Aber es bleibt friedlich.

Barak Goodmans Film "Woodstock – Drei Tage, die eine Generation prägten" erzählt 50 Jahre nach dem Ereignis von den Organisatoren des Festivals, die völlig unhippiehaft ganz einfach nur Geld machen wollten und absolut unterschätzt hatten, welche Ausmaße die Veranstaltung annehmen würde. Und er erzählt aus der Perspektive von Woodstock-Besuchern, wie sie sich im Chaos selbst organisieren.

In Woodstock trafen sich viel diversere Schichten, als das Klischee heute Glauben macht.
In Woodstock trafen sich viel diversere Schichten, als das Klischee heute Glauben macht. | Bild: NDR / Jason Laure

Oder von Frances Schoenberger aus Bayern, die erst wenige Wochen in Amerika ist und alles andere als ein Hippie. Völlig verschüchtert bestaunt sie die Nackten, die im Schlamm tanzen. Dass die völlig zugedröhnt sind mit LSD, kommt ihr nicht in den Sinn. "Alles war unfassbar friedlich, die Menschen waren einfach nur nett zueinander", erinnert sie sich. "Alles war frei und happy, alle Leute vertrauten einander." Nach Woodstock will sie nicht mehr zurück nach Bayern und macht Karriere als Journalistin in Hollywood.

Woodstock zeigt der Welt, das Selbstlosigkeit möglich ist

Woodstock zeigt der Welt, die Ende der 60er Jahre tief in Konflikten steckt, dass Liebe und Selbstlosigkeit möglich sind. Der Film zeigt, wie Anwohner, die nichts mit Hippies im Sinn haben, die Festivalbesucher versorgen. Armeehubschrauber fliegen Proviant ein. Dabei sind die Hippies doch eigentlich gegen die Armee und den Vietnamkrieg. Man erlebt Clowns, die für die Sicherheit sorgen, und Farmer, die Joghurt und Milch für die Massen spenden. Die Kamerateams haben den Geist von Woodstock eingefangen, wie er nie zuvor zu sehen war.

Heute sehen wir die Welt wieder so zerrissen, konfliktgeladen und hasserfüllt, wie damals Ende der 60er Jahre. Mit "Woodstock – Drei Tage, die eine Generation prägten" will Regisseur Barak Goodman daran erinnern, dass es möglich ist, friedlich und fürsorglich miteinander umzugehen, Zeichen zu setzen und Hoffnung zu schaffen, die eine ganze Generation nachhaltig prägte.

Ein Film von Barak Goodman

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