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Zoo-Babys aus Leopard, Seebär & Co.

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Zoo-Babys aus Leopard, Seebär & Co. | Video verfügbar bis 02.01.2023 | Bild: NDR

Sibirische Tigerbabys, flauschige Pinguinküken und die kleinen Elefantenriesen Kanja und Anjuli: Schon seit über zehn Jahren werden in der Reihe "Leopard, Seebär & Co." berührende Geschichten von den Kleinsten in Hagenbecks Tierpark gezeigt.

Von den ersten Lebensminuten bis hin zur tapsigen Selbstständigkeit ist die Kamera ganz nah dran an den beliebten Hamburger Tierpflegern und ihren kleinsten Schützlingen.

Es war die Sensation: Nach 15 Jahren Wartezeit tapste endlich wieder Nachwuchs durch das Gehege der Sibirischen Tiger. Gleich vier muntere Tigerbabys erblickten am 15. Juni 2017 in Hamburg das Licht der Welt. Niemand hatte mit dem ersten gemeinsamen Nachwuchs von Tigerin Maruschka (fünf Jahre) und dem neuen, jungen Tigermännchen Yasha (zwei Jahre) gerechnet. Ein Jahr zuvor trafen Tigerin und Tigerkater das erste Mal aufeinander. Maruschka machte Yasha dabei sehr deutlich, wer das Sagen hat: Das erste Rendezvous endete mit einem Prankenhieb für Yasha. Nach dem anfänglichen Kräftemessen verstand sich der in Schweden geborene Tiger mit der etwas älteren Raubkatze aus Novosibirsk jedoch sehr gut. Die kleinen Tiger Dascha und Anushka und Mischka und Vitali waren dann auch ganz vernarrt in ihren Vater Yasha, durften aber sicherheitshalber zunächst noch nicht zu ihm. Sie hielten Mutter Maruschka und ihren Pfleger Tobias Taraba mächtig auf Trab.

Auch die Katta-Großfamilie hatte Zuwachs bekommen: Die quirligen Zwillingsbabys waren gesund und überaus munter. Jörg Walter war bei der Traumgeburt für die achtfache Katta-Mutter Koboldi dabei. Die Heranwachsenden wagten ihre ersten kleinen Sprünge und Kletterversuche. Mit vier Monaten werden sie der Mutter zu schwer sein. Bis dahin müssen sie gelernt haben, selbstständig zu klettern.

Seit dem Tag der Geburt der kleinen Elefantenkinder Anjuli und Kanja inmitten der Herde begleiten Felicitas Imaschewski und Robert Schieritz den Nachwuchs. Jeder neue Tag mit den unzertrennlichen Halbgeschwistern zeigte, wie gelehrig und schlau die beiden sind. Felicitas hofft, Elefantenkind Anjuli noch viele Jahre begleiten zu können, am besten bis zu ihrer Rente.

Bei den Seebären drehte sich alles um Pepita. Die damals Einjährige war schon ein kleiner Star und nicht zu überhören, neugierig und vorlaut. Dirk Stutzki versorgte die kleine "Hummel" und erinnert sich noch sehr genau an den Tag ihrer Geburt als sie noch ein "winziger, unbeholfener Knopf" war.

Der Rochennachwuchs im Hamburger Tierpark Hagenbeck ist in Zoos auf der ganzen Welt begehrt. Im großen Hai-Atoll des Tropen-Aquariums wurden drei Südliche Stechrochen geboren. Ina Gooßen fütterte den Nachwuchs. Die kleinen Rochen lernten von ihr, dass es die Nahrung nicht auf dem Grund des Beckens, sondern immer an der Wasseroberfläche gibt. So hat Ina die Gewissheit, dass der Rochennachwuchs satt wird und die anderen Fische im Becken ihnen nicht alles wegschnappen.

An dem Tag, als zwei Eichhörnchen-Babys im Tierpark Hagenbeck aus dem Nest fielen, war zum Glück Sebastian Behrens in der Nähe. Er bemerkte schnell, dass die beiden zarten Findelkinder zu schwach waren, um allein zu überleben. Mit einer kleinen Nuckelflasche, viel Zeit und Hingabe päppelte der Pfleger die beiden flinken Findelkinder seither rund um die Uhr auf. Für Eichhörnchen-Findelkind-Finder hat der Tierpfleger folgende Tipps: Tiere, denen man hinterherjagen muss, brauchen keine Hilfe. Und: hilflose Eichhörnchen gehören in eine Auffangstation.

Zwei kleine Kängurus hatten gerade den Beutel ihrer Mutter verlassen. Thomas Feierabend war froh, dass diese Babys auf ganz natürlichem Wege heranwachsen. Nicht immer läuft es so glatt: Wenige Jahre zuvor musste Thomas das winzige Jungtier Josey von Hand aufziehen, sonst hätte es eingeschläfert werden müssen. Tierpfleger Thomas Feierabend zeigt anrührende Fotografien aus der Zeit, in der Josey rund um die Uhr bei ihm war, ein Familienmitglied wurde. Mittlerweile kümmert sie sich bestens um ihren eigenen Nachwuchs.

Gartenboas sind lebendgebärende Schlangen: Der gerade geborene Nachwuchs ist schon 40 Zentimeter lang und zeigte gleich die für Gartenboas typische Angriffsfreudigkeit. Die empfindlichen Schlangenbabys der Baumpython, einer eierlegenden Schlange, ließ Guido Westhoff vorsorglich in einem Inkubator. Durch eine glückliche Fügung hat er die Eiablage beobachten können, ein äußerst seltener und umso spannenderer Anblick. Eine kleine Königsnatter konnte sich schon in Guidos Büro auf dem Boden schlängeln. Dabei durfte der Schlingel natürlich nicht unter den Schrank entwischen!

Überraschend viele Unterschiede gibt es immer bei der Kükenaufzucht der verschiedenen Pinguinarten im Eismeer des Tierpark Hagenbeck. Bereits beim Nestbau für den flauschigen Nachwuchs hat jede der drei Pinguinarten ihre eigene Strategie. Entweder sind die Nester hart und gemütlich wie die Steinnester der Eselspinguine, weich und recht schmutzig wie die Höhlen der Humboldtpinguine oder es ist weder das eine noch das andere wie bei den Königspinguinen: Sie leben einfach "auf großem Fuß". Denn Königspinguine brüten ihre Eier direkt auf ihren Füßen und in einer warmen Brutfalte in ihrem Federkleid aus.

Ganz und gar nicht plüschig, aber trotzdem unheimlich niedlich, war das frisch geborene Baumstachler-Baby. Tierpfleger Volker Friedrich und Kevin Surmilo, die immer für kleine Sticheleien unter Kollegen zu haben sind, begutachteten das Neugeborene. Sie wollten das Geschlecht des Nachwuchses bestimmen. Eine pieksige Angelegenheit, denn die kleinen Nagetiere haben schon bei ihrer Geburt 30.000 Stacheln!

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Norddeutscher Rundfunk
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