SENDETERMIN Mo., 06.09.21 | 23:05 Uhr | Das Erste

Die Story im Ersten: Die geheimen Meinungsmacher

Wie wir im Wahlkampf manipuliert werden

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Die geheimen Meinungsmacher – Wie wir im Wahlkampf manipuliert werden | Video verfügbar bis 06.09.2022 | Bild: SWR

Wie werden Wählerinnen und Wähler vor der Bundestagswahl digital manipuliert und wer steckt dahinter? Die Doku des SWR "Die geheimen Meinungsmacher. Wie wir im Wahlkampf manipuliert werden" geht der Frage nach, wer hinter der meist digital verbreiteten Desinformation steckt und wer von ihr profitiert. Das Ergebnis ergibt ein beunruhigendes Bild vom verdeckten Kampf um die Meinungshoheit in Deutschland.

Gesteuerte Angst und Desinformation im Internet

Die SWR Doku "Die geheimen Meinungsmacher. Wie wir im Wahlkampf manipuliert werden" geht der Spur nach, wie Verschwörungstheoretiker, radikalisierte Gruppen und ausländische Akteure im Bundestagswahlkampf versuchen, die Meinung der Wähler*innen zu manipulieren. Ihre Methode: das Verbreiten von Verschwörungsnarrativen, gezielte Falschinformationen und das Einbrechen in Computersysteme mit dem Ziel, mit gestohlenen Informationen Misstrauen zu säen und Teile der Bevölkerung zu spalten: Die Reporter*innen der SWR Recherche-Unit haben Insider*innen befragt und sind auf Dokumente gestoßen, die darauf hindeuten, dass ausländische Akteure soziale Medien nutzen, um in Deutschland Angst und Desinformation zu verbreiten. Auf der Spur nach den Urheber*innen dieser Kampagnen im Netz haben sie über ein halbes Jahr die Verbreitung von Desinformation und deren Auswirkung auf den Bundestagswahlkampf verfolgt.

"Wer Deutschland angreift, muss keine Konsequenzen fürchten." (Sandro Gaycken)

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Die Recherchen zeigen, wie Manipulateure im Geheimen den laufenden Bundestagswahlkampf beeinflussen wollen. | Bild: SWR

Zur Rolle Russlands bei der politischen Radikalisierung in Deutschland packt ein Insider aus. Was er beschreibt, ordnet der Experte für Manipulation im Netz, Pascal Jürgens von der Universität Mainz, so ein: Das funktioniere "wie ein Franchise-Modell für Verschwörungstheorien mit einer so hohen und dichten Vernetzung untereinander, dass die demokratische Gesellschaft dem kaum etwas entgegensetzen kann." 

Auf einen weiteren gefährlichen Sachverhalt weist der Cyber-Sicherheitsberater von Nato und Bundesregierung Sandro Gaycken hin: Die Hetze im Netz werde von gezielten Hackerangriffen auf Abgeordnete und Bundestag flankiert. Dagegen müsse die Regierung mehr tun, fordert der Experte: "Der Cyberraum ist hochgefährdet und die deutsche Regierung ist sehr schlecht darin, ihn technisch abzusichern. Das Problem: Wer Deutschland angreift, muss keine Konsequenzen fürchten."

Ein Film von Marilina Görz y Moratalla und Marcel Kolvenbach

Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung zwölf Monate lang in der ARD Mediathek verfügbar.

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