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Echtes Leben: Die Nachricht vom Tod

Wie ein Polizist es besser machen möchte

PlayTödlicher Unfall: Hauptkommissar Johannes Meurs nimmt sich Zeit für die Fragen der Angehörigen.
Die Nachricht vom Tod – Wie ein Polizist es besser machen möchte | Video verfügbar bis 08.02.2023 | Bild: WDR

Unzählige Male hat Hauptkommissar Johannes Meurs an fremden Türen geklingelt, stand vor Schulklassen oder platzte in Familienfeste: "Ihr Kind ist tödlich verunglückt.", "Euer Mitschüler ist verstorben."

Es sind Sätze wie diese, die noch lange nachhallen. Deshalb kämpft Meurs seit 20 Jahren für den richtigen Umgang mit Todesnachrichten. Der Klever Polizist ist sich sicher: Wie eine solche Nachricht übermittelt wird, hat Folgen. Wer sich in der Extremsituation von der Polizei im Stich gelassen fühlt, erlebt ein doppeltes Trauma. Das möchten Meurs und sein Team unbedingt verhindern.

Vorbereitet sein auf die Aufgabe

Was Meurs vor zwei Jahrzehnten bei einer Befragung von Angehörigen zu hören bekam, warf kein gutes Licht auf die Polizeiarbeit in Krisenmomenten: Keine Zeit, schlechte Erreichbarkeit, fehlende Informationen. Das sollte im Raum Kleve kein Angehöriger mehr erleben müssen. Meurs gründete am Niederrhein ein Bereitschaftsteam aus freiwilligen Polizisten.

Immer zwei Kollegen stehen rund um die Uhr bereit, um Angehörige zu benachrichtigen und für sie da zu sein. Das Ermitteln übernehmen andere. Davon profitieren nicht nur die Angehörigen, sondern auch die Polizisten selbst. Intensiv vorbereitet zu sein auf diese belastende Aufgabe und das Gefühl zu haben, helfen zu können, ist auch Schutz für sie.

Was wird aus dem "Klever Modell"?

Das System zahlt sich aus. Jetzt aber steht Johannes Meurs kurz vor dem Ruhestand. Was wird aus seinem Lebenswerk, dem "Klever Modell"? Warum ist es nicht längst Standard in allen deutschen Dienststellen? Ein Film über eine der schwierigsten Aufgaben der Polizei und wie es für alle Seiten besser laufen könnte.

Ein Film von Andrea Wiehager-Philippi und Britta Thein

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