SENDETERMIN So., 09.05.21 | 17:30 Uhr | Das Erste

Echtes Leben: Lost in Corona

Jung und ausgebremst

PlayAlena und Jesse
Lost in Corona | Video verfügbar bis 09.05.2022 | Bild: NDR

Sie sind in einem Alter, wo sie eigentlich durchstarten wollen, das Leben in die eigene Hand nehmen: Schule beenden, studieren, eine Ausbildung machen. Doch stattdessen erleben viele junge Erwachsene derzeit eine Vollbremsung.

So wie der 17-jährige Karl aus dem brandenburgischen Wriezen. Er saß bereits auf gepackten Koffern und freute sich auf ein High-School Jahr in Kanada, als die Reise vier Tage vor Abflug wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde.

Eigentlich wäre Karl derzeit in Kanada.
Eigentlich wäre Karl derzeit in Kanada. | Bild: NDR

Statt neuer Freunde und Skifahren in den Rocky Mountains sitzt er nun im Homeschooling und versucht das Beste aus der Situation zu machen. Gute Noten für das Abi zu sammeln, sich zum Sport zu motivieren und zu hoffen, dass Schule und Fußballplatz trotz dritter Welle bald wieder öffnen.

Währenddessen sitzt die Studentin Friederike in Leipzig. Sie studiert im vierten Semester Medizin. Im ersten Jahr konnte sie noch die Stadt erkunden, in ihrer WG Feste feiern und mit Kommilitonen gemeinsam lernen. Dann kam Corona. Inzwischen wohnt sie in einer kleinen Wohnung am Stadtrand und verbringt den Großteil ihrer Zeit vor dem PC.

Friederike Müller mit Hund Freya
Die Mischlingshündin Freya zwingt Friederike, vor die Tür zu gehen. | Bild: NDR

Dass sie in ihrem Studium viele Stunden konzentriert büffeln muss, war der jungen Frau klar. Dass ihr Leben aber über Monate fast ausschließlich aus lernen, essen und schlafen bestehen würde, nicht. Kein Kino, keine Kneipe und der Freund unerreichbar in Erlangen. Ihre Rettung: Freya, eine Mischlingshündin aus dem Tierheim. Freya zwingt Friederike drei Mal am Tag vor die Tür zu gehen. Wo sie neue Kontakte gefunden hat: Eine Gruppe älterer Damen – mit Hund.

Und dann ist da noch Alena. Die 19-Jährige und ihre vier Azubi-Kollegen im Hotel Bokel-Mühle, einem Familienbetrieb nahe Hamburg. Die Ausbildung war ein Herzenswunsch, verbunden mit großen Ideen. Dann kam Corona und durchkreuzte alle Pläne. Plötzlich steht alles still. Die Gäste fehlen und mit ihnen die Arbeit und die Ausbildung. Alena, angehende Hotelfachfrau, liebt eigentlich den Umgang mit Menschen.

Jetzt macht sie Betten, in denen keiner schläft und deckt Tische, an denen niemand isst.  
Der Film begleitet Alena, Karl und Friederike in ihrem Alltag, erzählt von ihren Träumen, Wünschen und Sorgen – und zeigt, wie sie es schaffen, trotz aller Schwierigkeiten nicht die Hoffnung zu verlieren.

Der Film begleitet Alena, Karl und Friederike in ihrem Alltag, erzählt von ihren Träumen, Wünschen und Sorgen – und zeigt, wie sie es schaffen, trotz aller Schwierigkeiten nicht die Hoffnung zu verlieren.

Ein Film von Hans-Jakob Rausch, Judith Heinze und Cosima Jagow-Duda
Redaktion: Juliane Puttfarcken

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