SENDETERMIN So., 31.07.22 | 13:15 Uhr | Das Erste

Das Tal des Lebens – Afrikas Rift Valley (2)

Ganz im Norden des Großen Grabenbruchs, dem Rift Valley, liegt das Rote Meer, berühmt für seine farbenprächtigen Korallenriffe.
Ganz im Norden des Großen Grabenbruchs, dem Rift Valley, liegt das Rote Meer, berühmt für seine farbenprächtigen Korallenriffe. | Bild: NDR

Das afrikanische Rift Valley ist ein Ort der Superlative: Mehr als 6.000 Kilometer lang, reicht es vom Jordantal über das Rote Meer, das Hochland Äthiopiens und Ostafrika bis nach Mosambik. Als Wiege der Menscheit ist es berühmt geworden. In den glutheißen Tälern zwischen Äthiopien und Tansania finden Wissenschaftler bis heute Fossilien früher Menschen. Die zweiteilige ARD-Dokumentation ist ein eindrucksvolles Porträt dieser weltberühmten Landschaft und ihrer Bewohner*innen.

Der Osten des Rift Valley liegt im Regenschatten der Berge, die Trockenzeit ist lang und hart. Hier befindet sich der über 10.000 Quadratkilometer große Ruaha Nationalpark. Nil-Krokodile haben eine raffinierte Taktik entwickelt: Mit ihren riesigen Leibern riegeln sie flache Buchten ab, treiben die Fische in die Enge, und fressen anschließend einen nach dem anderen. Die wahren Herrscher von Ruaha aber sind die Elefanten. Ihre Zahl wird auf 15.000 geschätzt. Das Filmteam hatte Glück, und konnte eine Geburt und die ersten Gehversuche eines Elefantenbabys filmen.

Im Norden des Großen Grabenbruchs in Dschibuti ziehen alljährlich zwischen Oktober und Januar Walhaie in den Golf von Aden.
Im Norden des Großen Grabenbruchs in Dschibuti ziehen alljährlich zwischen Oktober und Januar Walhaie in den Golf von Aden. | Bild: NDR

Tanganjika-See: Afrikas größtes Süßwasserreservoir

Das westliche Rift ist grün, tropisch und fruchtbar. Hier gibt es Regenwälder und den drittgrößten Süßwassersee der Welt, den Tanganjika-See. Er ist Afrikas größtes Süßwasserreservoir, blau, sauber und abgrundtief. Gäbe es hier kein Wasser, würde man in den größten Canyon der Welt blicken: 670 Kilometer lang und fast 1.500 Meter tief. Die Schimpansen am Tanganjika See sind durch Jane Goodall berühmt geworden. Was kaum jemand weiß: Seit über 40 Jahren erforschen japanische Wissenschaftler die Menschenaffen am Ostufer des Sees.

Einen starken Kontrast zu der üppigen Vegetation des Regenwaldes bilden die flachen, salzigen Seen im östlichen Rift. In den Sodaseen fühlt sich nur eine Tierart wirklich wohl – Flamingos. In Millionenstärke ziehen sie von einem See zum nächsten und filtern winzige Algen und Bakterien aus dem Wasser.

Weit im Norden des Großen Grabens, in den äthiopischen Simien-Bergen, leben die seltenen Dscheladas, die wohl ungewöhnlichsten Primaten der Welt. In großen Gruppen bewegen sie sich nur am Boden fort und fressen ausschließlich Gras. Starken Kontrast zur heißen und kargen Vulkanlandschaft des Rift Valley bilden die Korallenriffe des Roten Meeres. Sie sind Heimat von bizarren Rotfeuerfischen, eleganten Skalaren und lustigen Clownfischen.

Afrikas Tal des Lebens, der große Graben, hat das heutige Bild der Erde nachhaltig geprägt. Die zweite Folge gibt Einblicke in das Afrika jenseits der weiten Savannen und großen Tierherden. Hochstabilisierte Flugaufnahmen zeigen die großen Seen, weiten Ebenen, Wüstenlandschaften und Korallenriffe des Tal des Lebens in nie zuvor gesehener Qualität. Erste Bilder einer neu entdeckten Rüsselhündchenart und die Jagd der Nilkrokodile bilden nur einige Höhepunkte dieser Folge.

Erstausstrahlung: 14.06.2010

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