Statements zu "Expedition Arktis"

Anja Karliczek, MdB, Bundesministerin für Bildung und Forschung

Anja Karliczek
Anja Karliczek | Bild: dpa

»"MOSAiC" – das ist die größte Arktisexpedition aller Zeiten. Rund 300 Forscherinnen und Forscher haben sich im Laufe eines Jahres im Eis einschließen lassen. An einem der unzugänglichsten Orte der Welt. In einer wahrlich herausfordernden Situation – wegen der Naturgewalt des Meereises und auch wegen des Ausbruchs der Covid-19 Pandemie.

Diese Expedition ist ein Meilenstein in der Klimaforschung: Die Arktis ist die Klimaküche der Erde. Die Expedition wird uns helfen, entscheidende Datenlücken aus dieser Region zu schließen. Dadurch können wir Klimamodelle präzisieren und neu bewerten, warum und wie schnell der Klimawandel voranschreitet. Wissen, das wir brauchen, um zu handeln.

Der Klimawandel macht nicht an Grenzen halt. Wir brauchen eine internationale Kraftanstrengung – und auch dafür steht diese Expedition: 20 Nationen sind daran beteiligt. Geleitet wurde sie von Forschern des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI). Mit der Übernahme von weit mehr als der Hälfte der Kosten hat Deutschland hier eine Führungsrolle eingenommen. So reiht sich die MOSAiC-Expedition in die langjährige deutsche Förderung der Erforschung der Arktis und des Klimawandels ein.

Denn wir wissen, wir brauchen die Wissenschaft, um die großen Herausforderungen unserer Zeit zu meistern. Wir brauchen sie, damit wir unseren Planeten für die nachkommenden Generationen bewahren.

Wissenschaft ist spannend. Wissenschaft macht neugierig. Die MOSAiC-Expedition ist ein wunderbares Beispiel dafür. Ich habe wie Sie so viele Fragen an die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord:

Wie ist das, wenn man als Forscher oder Forscherin monatelang in Dunkelheit verbringt? Wenn man im Lebensraum von Eisbären arbeitet? Wenn eine Pandemie einen an der Rückreise hindert? Erfahren Sie mehr über diese Expedition der Superlative. Und lassen Sie sich anstecken von der Faszination der Wissenschaft.«

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen.
Volker Herres | Bild: ARD / Herby Sachs

»Die größte Arktis-Expedition bisher begann im September letzten Jahres. Am 12. Oktober 2020 wird sie beendet sein. Ein volles Jahr wird dann die "Polarstern" in der Region rund um den Nordpol verbracht haben, auch – und das ist das Besondere – im dortigen Winter, der Polarnacht. Das Schiff ließ sich in Eisschollen einfrieren. Eine Flotte von Forschungsschiffen, Eisbrechern und Flugzeugen aus verschiedenen Ländern ermöglichte ihre Versorgung.

Ziel dieser Reise in eine unwirkliche Welt oder, wie eine Expeditionsteilnehmerin sagt, "in die gnadenlose Stille" ist die Erforschung des Klimas. Nirgendwo anders auf der Welt ändert sich das Klima schneller als in der Arktis. Warum das so ist, soll diese Expedition ergründen. Das internationale Wissenschaftlerteam an Bord erhofft sich durch die Untersuchung der komplexen Wechselwirkung zwischen Atmosphäre, Eis und Ozean sowie des Ökosystems Aufschluss auf unser Klima zu bekommen.

So wurden Hunderte komplexe Klima- und Umweltparameter durchgehend über das Jahr hinweg aufgezeichnet, auch um abschätzen zu können, wie der Klimawandel die Erde künftig verändern wird. Die Auswertung der Daten wird die weltweite Klimaforschung der kommenden Jahre vorantreiben. Die Ergebnisse dieser Expedition sind also eine wichtige Voraussetzung für anstehende politische, gesellschaftliche Entscheidungen zum Klimaschutz.

Die Dokumentation "Expedition Arktis" nimmt uns mit auf die Forschungsreise, ermöglicht Einblicke in die Arbeit der über 300 Wissenschaftler an Bord, die Eisbohrer, Bagger, Kräne oder Helikopter einsetzen, um möglichst umfassend das Eis zu erforschen, Wasser aus der Tiefe des Meeres zu analysieren und verschiedenste Parameter in der Luft zu messen. Mehrere Kamerateams der UFA Show & Factual liefern spektakuläre Nahaufnahmen dieser MOSAiC-Expedition unter Leitung des Alfred-Wegner-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI).

Dank allen, die daran beteiligt waren, um uns teilhaben zu lassen an dieser Expedition ins Epizentrum des Klimawandels. Die Bilder machen sehr deutlich, wie einzigartig, wandelbar, aber auch zerbrechlich und gefährdet unser Planet ist.«

Patricia Schlesinger, Intendantin Rundfunk Berlin-Brandenburg

Patricia Schlesinger, Intendantin des Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
Patricia Schlesinger | Bild: rbb / Thorsten Klapsch

»Das Forschungsschiff "Polarstern" nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise in eine weit entfernte Welt, die die meisten von uns nur von Bildern kennen. Einzigartige Bilder bringt uns das Team aus Forschenden und Filmschaffenden von dieser Jahrhundert-Expedition mit: Sie lassen den Alltag an Bord lebendig werden, zeigen überraschende Situationen im Eis und fesselnde Momente der Entdeckung. Gesucht wird nach Daten und Erkenntnissen, nach Antworten auf die Fragen, wie und warum sich das Klima wandelt. Denn wenn sich in der Arktis das Klima verändert, wirkt sich das auf den gesamten Planeten aus, auf unsere Lebenswelt.

Wer diese beeindruckende Dokumentation sieht, weiß sofort, es geht um unsere Zukunft. Deswegen freut es mich ganz besonders, dass wir die "Expedition Arktis" als ein herausragendes Format in der diesjährigen ARD-Themenwoche einbringen konnten, für die der Rundfunk Berlin-Brandenburg innerhalb des ARD-Senderverbunds die Federführung innehat. Rund einen Monat nach Rückkehr der "Polarstern" startet am 15. November unsere crossmediale Programmwoche: in allen Programmen, auf sämtlichen Ausspielwegen und mit vielfältigen Angeboten für Dialog und Austausch. Unter dem Motto #WIE LEBEN – BLEIBT ALLES ANDERS geht es um die Zukunftsfrage "Wie wollen wir leben?".

Die Corona-Pandemie hat in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft viele, schnelle und vor allem einschneidende Veränderungen ausgelöst. Auch die Expedition mit der "Polarstern" in der Arktis war davon nicht ausgenommen. Auf dem Weg aus der Krise geht es nun um die Folgen und die Konsequenzen: Kommt nach der Krise der Rückfall in gewohnte Denkmuster, wird Klimaschutz zum Luxusproblem angesichts steigender Arbeitslosigkeit und globaler Verteilungskämpfe? Oder erleben wir eine "green recovery" und gehen Schritte in Richtung Nachhaltigkeit?

Vielleicht entsteht eine neue Sensibilität für Zukunftsfragen, denen auch das Forscherteam der MOSAiC-Arktisexpedition auf ihrer Fahrt ins Ungewisse nachgeht. Denn wir alle haben nachdrücklich erfahren, was Globalisierung bedeutet und in welchem Maße wir Menschen gemeinsam verantwortlich sind für diesen Planeten. Der Philosoph Hans Jonas sprach von der "Weiterwohnlichkeit" der Welt. Wie wohnlich sie in Zukunft sein wird, ist entscheidend. Und wenn es eine erste Antwort auf die Frage geben kann, wie und in welcher Welt wir leben wollen, so lautet meine Antwort: in dieser. Und dafür müssen wir viel tun. Großen Dank an alle, die dafür sogar bis in die Arktis reisen.«

Nico Hofmann, CEO UFA GMBH

Nico Hofmann
Nico Hofmann | Bild: picture alliance

»Der Klimawandel ist eines der drängendsten globalen Themen unserer Zeit: Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die globale Mitteltemperatur um mehr als 1° Celsius erhöht. Besonders betroffen ist die Arktis, die sich doppelt so schnell erwärmt wie der Rest der Welt – das ‚ewige Eis‘ schmilzt, was weitreichende Folgen für unser Klima hat. Um die sogenannte ‚Klimaküche‘ besser zu verstehen, sind seit September 2019 Wissenschaftler aus 20 Nationen auf dem Eisbrecher Polarstern unterwegs und erforschen die Arktis im Jahresverlauf. Die MOSAiC-Expedition, seit Jahren vorbereitet und geplant, ist zukunftsweisend und ein Meilenstein in der Klimaforschung. Eine logistische Meisterleistung aber auch Herausforderung für die Mannschaft an Bord. Ich bin sehr stolz, dass die Kamerateams der UFA Show & Factual exklusiv dabei sein dürfen und die Bertelsmann Content Alliance unser Engagement unterstützt. Mit unserer bildgewaltigen High-End-Dokumentation ‚Expedition Arktis‘ zeichnen wir ein eindringliches und authentisches Portrait, was Forschung in der Arktis bedeutet. Wir sehen es als unsere Pflicht, das Thema Klimawandel einem breiten Publikum auf spannende und interessante Weise näherzubringen und damit das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz zu schärfen. Für die UFA ist „Expedition Arktis“ der Aufbruch in das Feld der großen journalistisch-dokumentarischen Formate, von denen wir deutlich mehr produzieren wollen - der Fall Wirecard bildet hier nun den weiteren Auftakt. Gerade der naturwissenschaftliche Kosmos der Helmholtz-Gemeinschaft fasziniert uns: so planen wir in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg die erste fiktionale Serie zum Thema Krebs.

Mein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Otmar Wiestler und der Helmholtz-Gemeinschaft für das Vertrauen, uns auf diese epochale Reise in die Arktis mitzunehmen, sowie dem rbb, NDR und HR. Ich danke ebenfalls Ute Biernat, Produzentin und Geschäftsführerin UFA Show & Factual, die das Projekt von Anfang an unterstützt hat, und Producer Phillip Grieß, der selbst an Bord der Polarstern war, für die spektakulären Bilder der Dokumentation.«