SENDETERMIN Mo., 25.04.22 | 20:15 Uhr | Das Erste

Im Einsatz für den Planeten – Die Artenretter (1)

Von der Savanne bis zum Nordmeer

PlayLiebevoll befreit Yidan eine Rauchschwalbe aus dem Netz. Seit 2012 rettet sie Vögel vor dem Tod, baut Stellnetze ab, dokumentiert darin gefangene tote und noch lebende Tiere und zeigt Vogelfänger und -händler bei der Polizei an.
Im Einsatz für den Planeten - Die Artenretter (1) | Video verfügbar bis 25.04.2023 | Bild: NDR/DOCLIGHTS GmbH

Laut Wissenschaft befinden wir uns mitten im sechsten großen Artensterben der Erdgeschichte. Beim vorherigen Mal, vor 65 Millionen Jahren, verschwanden wahrscheinlich durch einen Meteoriteneinschlag die Dinosaurier. Diesmal ist es eine Spezies, die das Gefüge des Planeten ins Wanken bringt – der Mensch. Die ARD-Reihe macht das Problem unmittelbar erlebbar. Kamerateams haben über drei Jahre Naturschützer auf der ganzen Welt bei ihrer Arbeit begleitet. In der ersten Folge kämpft Grant Burden in der Serengeti für Elefanten, Liu Yidan in China für Zugvögel und Fredrik Myhre in Norwegen für die Nordmeere.

Artenschutz: Ein gefährliches Geschäft

Dieses Jahr wollen sich zum Abschluss der 15. UN-Artenschutzkonferenz im chinesischen Kunming die beteiligten Nationen zu größeren Anstrengungen verpflichten. Jenseits der Verhandlungssäle ist Artenschutz ein mühsames und gefährliches Geschäft.

Am Rand der Serengeti kämpft Grant Burden vom Grumeti Fund mit viel Körpereinsatz für den Schutz von Elefanten. Immer wieder kommt es zwischen der Landbevölkerung und den grauen Riesen zu Konflikten. Ein modernes IT-System soll den Rangern bei der Überwachung und Umlenkung der Tiere weg von den Dörfern helfen. Gleichzeitig sind tausende ausgelegte Fangschlingen im Schutzgebiet und bewaffnete Wilderer eine ständige Gefahr.

Für die betäubte Elefantenmutter ist die Lage sehr kritisch. Sie könnte in das Wasserloch zurückrutschen und ertrinken.
Für die betäubte Elefantenmutter ist die Lage sehr kritisch. Sie könnte in das Wasserloch zurückrutschen und ertrinken. | Bild: NDR/DOCLIGHTS GmbH

Liu Yidan in China rettet für die kleine Naturschutzorganisation Let Birds Fly Zugvögel. Millionen von ihnen werden jedes Jahr illegal mit Stellnetzen gefangen, gemästet und auf Tiermärkten verkauft. Selbst einst verbreitete Arten wie die Weidenammer kommen dem Aussterben immer näher. Unermüdlich sucht Yidan Vogelfänger auf dem Land und Händler in der Stadt und meldet sie der Polizei. Nicht selten wird sie dabei beschimpft oder körperlich bedroht.

Fredrik Myhre setzt sich für den WWF Norwegen gegen die Überfischung der Nordmeere ein. Als einer der wenigen Naturschützer ist er zu den jährlichen Fangquotenkonferenzen in Norwegen zugelassen. Viel lieber aber taucht er in die Tiefen des Atlantiks mit Fischschwärmen oder Dornhaien. Manchmal ist auch Kronprinz Haakon von Norwegen dabei. Dem Land kommt mit seinen reichen Fischgründen eine besondere Bedeutung für die Zukunft der Nordmeere zu. 

Eine Produktion von NDR Naturfilm / Doclights mit Atara Film und Biodiversity Foundation im Auftrag des NDR

Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung ein Jahr lang in der ARD Mediathek verfügbar.

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