SENDETERMIN Mo., 07.06.21 | 20:15 Uhr | Das Erste

Erlebnis Erde: Planet ohne Affen

PlayPlanet ohne Affen
Planet ohne Affen (TV-Fassung) | Bild: NDR / Felix Meschede

Der Mensch macht Jagd auf Affenbabys. Kleine Schimpansen und Orang-Utans sind beliebt, Promis und Influencer posieren mit ihnen auf Instagram. Und auch die weltweiten Zoos sind hungrig und brauchen immer neuen Nachschub. Doch woher kommen die Tiere?

Reporter Michel Abdollahi macht sich auf die Suche nach weltweiten Netzwerken des kriminellen Affenhandels. Im kongolesischen Regenwald sucht er die letzten Bonobos und erhält am Rande eines Marktes ein illegales Angebot. Händler wollen ihm ein Jungtier verkaufen. Solche Geschäfte sind hier schon fast alltäglich.

Affen kommen vielfach zum Einsatz – und das nicht immer tiergerecht.
Affen kommen vielfach zum Einsatz – und das nicht immer tiergerecht. | Bild: NDR

Auch die vom Aussterben bedrohten Bonobos sind betroffen

Auch in Thailand wird Abdollahi Zeuge eines illegalen Tierraubs. In einem Zoo, der auf dem Dach eines Kaufhauses untergebracht ist, entdeckt er einen streng geschützten Bonobo. Es ist eine kleine Sensation. Sogar die berühmte Primatenforscherin Jane Goodall reist an und zeigt sich erschüttert. Bonobos sind vom Aussterben bedroht.

Fast überall auf der Welt findet Abdollahi Unregelmäßigkeiten. In China fahndet er nach vier Gorillas, deren Spur sich verloren hat. Und in den USA trifft er auf den berühmten Tierguru Doc Antle, der nicht erklären kann, woher er seine Schimpansenbabys hat.

Affen
Das internationale Abkommen CITES soll eigentlich bedrohte Tierarten schützen. | Bild: NDR

Warum ist dies alles möglich? Das internationale Vertragswerk CITES soll bedrohte Tierarten schützen. Doch das Abkommen ist offenbar vielfach wirkungslos. Das zeigt sich auch im Fall des geklauten Bonobos. Trotz der Meldung an die CITES-Leitung lebt das Tier bis heute in Gefangenschaft. Er ist eines von tausenden Opfern des illegalen Handels mit unseren nächsten Verwandten in der Natur.

Ein Film von Felix Meschede, Manuel Daubenberger und Michel Abdollahi

Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung drei Monate lang in der ARD-Mediathek verfügbar.

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