SENDETERMIN Mo., 06.06.22 | 12:45 Uhr | Das Erste

Erlebnis Erde: Tierische Heimkehrer

Zurück in der Natur

PlayEuropäische Ziesel haben eine Vorliebe für nahrhafte Blüten.
Erlebnis Erde: Tierische Heimkehrer | Video verfügbar bis 06.09.2022 | Bild: NDR/Doclights GmbH / Alexander Sommer

Luchse, Europäische Nerze, Sumpfschildkröten und Ziesel zählen zu den seltensten Tieren der Welt. Sie alle sind einst aus Deutschland verschwunden. Mit Hilfe engagierter Tierschützer kehren sie nun wieder zurück. Der Film "Tierische Heimkehr" folgt spannenden Projekten vom Steinhuder Meer bis in die Rheinauen, vom Osterzgebirge bis zum Pfälzer Wald.

Ein Luchs wird gemeinsam mit zwei Weibchen im Pfälzer Wald ausgewildert. Er stammt aus dem slowakischen Teil der Karpaten, wo heute noch Luchse in freier Wildbahn leben. Seine neue Heimat liegt jetzt gut 1000 Kilometer weiter westlich. Werden sich die scheuen Tiere sich hier einleben, den Gefahren des Straßenverkehrs entkommen und – was noch viel wichtiger ist – Nachwuchs bekommen?

Luchse nutzen erhöhte Standorte, um nach Beute Ausschau zu halten.
Luchse nutzen erhöhte Standorte, um nach Beute Ausschau zu halten. | Bild: NDR/Doclights GmbH / Alexander Sommer

In den Rheinauen kehrt ebenfalls ein Wesen zurück, das vor gut 200 Jahren weitgehend aus Deutschland verschwand: die Europäische Sumpfschildkröte. Geschlüpft und aufgewachsen in einer Zuchtstation sollen die Tiere nun die Auenlandschaft entlang des Rheins für ihre Art zurückerobern.

Europäische Nerze werden ausgewildert

Auch der europäische Nerz war in Deutschland lange aus der freien Wildbahn verschwunden. Ihnen wurde ihr Fell zum Verhängnis. Zusätzlich machte sich der aus Pelzfarmen befreite amerikanische Mink in ihrem Lebensraum breit und vertrieb die unterlegenen Tiere. Die Europäischen Nerze zählen heute zu den am stärksten gefährdeten Säugetieren der Welt. Zuchtprogramme sollen die Art in letzter Minute retten, dazu werden Tiere, die noch nie in der Natur gelebt haben, etwa am Steinhuder Meer in Niedersachsen ausgewildert.

An den Hängen des Osterzgebirge schließlich lebt das seltenste Tier Deutschlands: ein Ziesel. Die Erdhörnchen wurden als Kulturschädlinge erbarmungslos gejagt. Sie bildeten einst große Kolonien und fraßen ganze Äcker kahl. Nun versucht man mühevoll die kleinen Nager anzusiedeln und blickt über die Grenze nach Tschechien, wo eine Kolonie Ziesel lebt.

Eine der vielen Herausforderungen für die Tierfilmer: Einmal in die Natur entlassen, bekommt man die tierischen Heimkehrer kaum noch zu Gesicht. Der Film spürt ihnen nach. Dabei kommen modernste Kamerafallen zum Einsatz und enthüllen Erstaunliches.

Ein Film von Alexander Sommer und Philipp Klein

Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung drei Monate lang in der ARD Mediathek verfügbar.

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