SENDETERMIN Mo., 11.04.22 | 20:15 Uhr | Das Erste

Tierische Wohngemeinschaften

Ein Erdferkel bei Nacht während der Nahrungsaufnahme. Erdferkel fressen fast ausschließlich Ameisen und Termiten, die sie mit ihrer 30cm langen Zunge aufschlecken.
Ein Erdferkel bei Nacht während der Nahrungsaufnahme. Erdferkel fressen fast ausschließlich Ameisen und Termiten, die sie mit ihrer 30cm langen Zunge aufschlecken. | Bild: WDR/Text und Bild Medienproduktion / Robert Sigl

In der afrikanischen Savanne leben drei der größten Baukünstler der Tierwelt: Webervögel, Erdferkel und Termiten.

Siedelweber-Vögel leben in Kolonien. Zu hunderten bauen sie ein tonnenschweres Nest in der jeder seine eigene Wohnung hat. Erdferkel bauen unterirdische Höhlensysteme metertief unter der Erde und Termiten bauen Hochhaus-ähnliche Gebäude aus Sand, Speichel und Kot. In ihren spektakulären Bauwerken leben sie alle aber nicht alleine! Jede Menge artfremder Untermieter finden sich in ihren Wohnungen ein. Vom kleinen Insekt, über Reptilien, Vögel bis hin zu großen Säugetieren.

Besitzer und Untermieter leben nicht nur gemeinsam, sie ziehen auch Vorteile aus ihrem Zusammenleben. Wie viel sich die Mitbewohner der Gemeinschaft einbringen ist jedoch von WG zu WG unterschiedlich.

Unterschiedliches Zusammenleben in den Tier-WGs

Zwergfalken, Uhus und Skinke sorgen bei den Webervögeln für Sicherheit und Ordnung und bekommen dafür eine Wohnung. Die Termiten hingegen werden von niemandem beschützt und eigentlich immer nur ausgenutzt. Ihre Bauwerke werden von Mitbewohnern beschädigt und sie werden gefressen. Sie fallen häufig Mietnomaden zum Opfer.

In der Erdferkel-WG lebt jeder nach seinem eigenen Rhythmus. Die vielen Mitbewohner der unterirdischen Gemeinschaft begegnen sich kaum. Sie teilen sich trotzdem sicheren Wohnraum, aber jeder gräbt seine eigenen Seitenwohnungen. Manche Mitbewohner, wie der Erdwolf, bekommen vom Erdferkel jedoch mehr als nur Wohnraum. Im Winter sind sie stark von ihm abhängig um an ihre Nahrung, besondere Termiten, zu gelangen. So profitieren sie auch außerhalb der Wohnung von den Bauherren.

Ein Film von Volker Arzt und Robert Sigl

Sieger des Preises der Jugendjury beim 15. Internationalen Naturfilmfestival Green Screen 2021

Diese Sendung ist nach der Ausstrahlung 30 Tage lang in der ARD Mediathek verfügbar.

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