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Erlebnis Erde: Wilde Niederlande

PlayWildpferde: Im Naturgebiet Oostvaardersplassen leben rund 400 Koniks, eine Rasse, die den ausgestorbenen europäischen Ur-Pferden, den Tarpanen, sehr ähnlich ist.
Wilde Niederlande | Video verfügbar bis 12.11.2022 | Bild: WDR / Hans-Peter Kuttler

Windmühlen und Tulpenfelder, malerische Ortschaften und idyllische Grachten: Allein drei Millionen Deutsche besuchen die Niederlande jedes Jahr. Neben Städtetourismus und Strandleben bietet unser "Nachbar an der Nordsee" weit mehr: Strände und Wälder sowie große, dem Meer mühsam abgerungene Flächen geben einer erstaunlichen Natur Raum: Seehunde und Löffler, Rothirsche und Damwild, Rohrweihen, Biber und Füchse. All das in einem der bevölkerungsreichsten Länder Europas. Die Niederlande – ein großartiges kleines Land!

Unverwechselbar: Der Austernfischer ist ein typischer Bewohner küstennaher Regionen.
Unverwechselbar: Der Austernfischer ist ein typischer Bewohner küstennaher Regionen. | Bild: WDR / Hans-Peter Kuttler

Im Nordwesten Europas grenzen die Niederlande an die Nordsee, flankiert von fünf Inseln: Terschelling, Ameland, Vlieland, Texel und Schiermonnikoog. Der weite Horizont und der Reichtum an Natur sind ihr herausragendes Merkmal. Auf den Inseln finden Austernfischer, Löffler und Rohrweihen sichere Brutplätze. Auch für Naturliebhaber aus ganz Europa sind sie wichtige Erholungsgebiete.

Wattenmeer prägt die Küste

Zwischen Inseln und Festland prägt Wattenmeer die Küste: Es ist eines der fruchtbarsten Naturgebiete der Erde und für Millionen Zug- und Rastvögel ein unersetzliches Nahrungsreservoir. So auch für Seehunde. Ende der 1980er Jahre wütete die Staupe an der Nordseeküste. 3.000 Seehunde überlebten. Seitdem erholen sich die Bestände. Heute sind es wieder über 7.000 Tiere.

Erfolgreich: Entlang der Küste der Niederlande haben sich die Seehund-Bestände erholt. Derzeit gibt es etwa 7000 Tiere.
Erfolgreich: Entlang der Küste der Niederlande haben sich die Seehund-Bestände erholt. Derzeit gibt es etwa 7000 Tiere. | Bild: WDR / Hans-Peter Kuttler

Seit dem Mittelalter haben die Niederländer durch riesige Entwässerungsprojekte entlang der 2.000 Kilometer langen Küste neues Land geschaffen. Noch bis vor einhundert Jahren pumpten die landestypischen Windmühlen Wasser aus der Tiefebene zurück in die Flüsse hinter den Deichen. Heute sind die fruchtbaren Böden Anbaugebiet für die Nationalblume – die Tulpe.

Weltberühmter Exportschlager: Tulpen. Von Mitte März bis Mitte Mai verwandelt sich ein Teil der Niederlande in ein riesiges Blumenmeer.
Weltberühmter Exportschlager: Tulpen. Von Mitte März bis Mitte Mai verwandelt sich ein Teil der Niederlande in ein riesiges Blumenmeer. | Bild: WDR / Hans-Peter Kuttler

Im Norden trennt der über 30 Kilometer lange "Abschlussdeich" die Nordsee vom Ijsselmeer und bewahrt die 2.500 Quadratkilometer große Provinz Flevoland vor Sturmfluten – eine der größten künstlich geschaffenen Landflächen der Welt. Zwölf Prozent der Region nimmt das Naturschutzgebiet Oostvaardersplassen ein – es ist die Heimat einer der größten Wildpferd-Herde Europas, Jagdrevier für Seeadler und Kinderstube für Füchse.

Sandiges Urlaubsziel: Die weitläufigen Dünenlandschaften der niederländischen Inseln ziehen jedes Jahr tausende Besucher an.
Sandiges Urlaubsziel: Die weitläufigen Dünenlandschaften der niederländischen Inseln ziehen jedes Jahr tausende Besucher an. | Bild: WDR / Hans-Peter Kuttler

Richtung Osten steigt das Relief an und die Böden werden sandiger. Hier liegen zahlreiche Heiden und eine der größten zusammenhängenden Waldflächen Mitteleuropas: Die Veluwe – rund 1000 Quadratkilometer groß. Im Herbst tragen Rot- und Damhirsche ihre eindrucksvolle Brunft aus, während auf dem Waldboden zahlreiche Pilzarten einen einzigartigen Mikrokosmos bilden.

Spezialist an der Küste: Die Wurzeln des Strandhafers geben den Dünen Halt und Festigkeit.
Spezialist an der Küste: Die Wurzeln des Strandhafers geben den Dünen Halt und Festigkeit. | Bild: WDR / Hans-Peter Kuttler

Zwei Jahre hat der Naturfilmer Hans-Peter Kuttler in den Niederlanden gedreht. Er setzte u. a. hochstabilisierte Kameradrohnen, Miniatur- und Zeitlupenkameras ein. Er präsentiert ein liebevolles Porträt der Natur und der Tiere zwischen der Nordseeküste im Westen und den weiten Wäldern im Osten. 

Ein Film von Hans-Peter Kuttler

Diese Sendung ist online first ab 13. November 2021 und danach zwölf Monate lang in der ARD Mediathek verfügbar.

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