SENDETERMIN Mo., 15.03.21 | 20:30 Uhr | Das Erste

Erlebnis Erde: Wildes China (1)

Der Tibetfuchs lebt in Höhen von bis zu 5200 Metern.
Der Tibetfuchs lebt in Höhen von bis zu 5200 Metern. | Bild: NDR

In China leben 1,4 Milliarden Menschen. Gigantische Metropolen wuchern ins Land, und die Industrie boomt. Abseits der Hektik zeigt das Reich der Mitte auch ein anderes Gesicht. Zehn neue Nationalparks sollen Chinas einzigartige Tierwelt und Lebensräume praktisch in letzter Minute vor Ausbeutung und Zerstörung bewahren. Ein hochgestecktes Ziel, dessen Ausgang noch offen ist.

Nur die Pfiffigsten entkommen der schlauen Jägerin

Den Westen Chinas dominiert die höchste Ebene des Planeten: Das Qinghai-Tibet-Plateau. Ein riesiges Ökosystem von globaler Bedeutung mit einer einzigartigen Tierwelt. Eine Tibetfüchsin geht dort auf die Jagd. Nur die pfiffigsten Pfeifhasen entkommen der schlauen Schleichjägerin, die drei Junge zu versorgen hat. Hat sie ein Junges satt, betteln die anderen beiden noch immer. Wird es der Füchsin gelingen, sie alle drei durchzubringen?

Im Pudacuo-Nationalpark lebt eine lange für tot geglaubte Affenart

In Pudacuo, dem ersten international anerkannten Nationalpark Chinas, lebt ein Tier, das jahrzehntelang bereits als ausgestorben galt: die „Schwarze Stumpfnase“. Kein anderer Affe aus der Gruppe der Primaten wagt sich in Höhen von mehr als 3.000 Meter. Im Winter müssen sich die Tiere mit Flechten als Nahrung begnügen. Auf der Suche danach wagt sich ein kleiner Affe zu weit weg von der Gruppe. Als ein Schneesturm einsetzt, sinken seine Überlebenschancen auf nahezu Null.

Yaks sind robuste halbwilde Rinder, die gut an die Höhen Tibets angepasst sind.
Yaks sind robuste halbwilde Rinder, die gut an die Höhen Tibets angepasst sind. | Bild: NDR

Ein heimlicher Jäger auf dem Dach der Welt ist der Schneeleopard. Keiner weiß genau, wie viele der Geisterkatzen noch in China leben. Bei den Hirten ist er nicht beliebt, denn auch Haus-Yaks stehen auf seiner Speisekarte. Heute dürfen keine Yaks mehr im Kerngebiet des Parks grasen und die erodierten Flächen können sich regenerieren. Das lebenswichtige Ökosystem zu erhalten und gleichzeitig ein adäquates Auskommen für die Hirten zu finden, ist eine gewaltige Herausforderung. China fördert zudem derzeit so viel Kohle wie kein anderes Land. Um sein Versprechen zu halten, bis 2060 kohlenstoffneutral zu werden, müssten unzählige Minen aufgegeben werden, die bereits weite Areale der Qulian Bergkette zerstört haben.

Auf Tibets Hochebene rasten regelmäßig die Vögel des Glücks: Schwarzhalskraniche. Um ihnen das Überleben zu erleichtern, füttern die Einheimischen sie schon seit Generationen und haben erreicht, dass sich die lokale Population erholen konnte. 

Ein Film von Philip Jones

Online first ab 13. März in der ARD-Mediathek

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