SENDETERMIN Mo., 22.03.21 | 20:30 Uhr | Das Erste

Erlebnis Erde: Wildes China (2) – Im Reich der Pandas

Das junge Pandaweibchen bleibt etwa ein Jahr bei seiner Mutter. Danach muss es sich ein eigenes Revier suchen.
Das junge Pandaweibchen bleibt etwa ein Jahr bei seiner Mutter. Danach muss es sich ein eigenes Revier suchen. | Bild: NDR

Im Herzen Chinas lebt ein Tier, das wie kein anderes zum Symbol für die bedrohte Artenvielfalt geworden ist: der große Panda. Eigens für den charismatischen Bären wurde ein Nationalpark von der Größe des Landes Brandenburg geschaffen. Denn die größte Bedrohung des Bambusspezialisten ist die Zerstörung seines Lebensraums. In den vergangenen 50 Jahren verlor China ein Drittel seiner Wälder – und damit einen Großteil der Pandas.

Wird die Bärenmutter ihr Ziel erreichen?

Derzeit leben 1.800 Pandas in China und angrenzenden Ländern – immerhin schon wieder mehr Tiere als noch in den 1980er Jahren. Viel ist das noch nicht – aber zumindest ein Anfang. Straßen zerschneiden die Wanderwege der schwarzweißen Bären, wenn auch etliche inzwischen stillgelegt sind. Wird es der Bärenmutter gelingen, ihre Tochter in dem neuen Park bis zur Selbstständigkeit zu begleiten? Wie kommt die junge Pandabärin mit den Herausforderungen des Winters und dem Leben in den Bergen Chinas zurecht?

In China leben 1,4 Milliarden Menschen. Gigantische Metropolen wuchern ins Land und die Industrie boomt. Abseits der Hektik zeigt das Reich der Mitte auch ein anderes Gesicht. Zehn neue Nationalparks sollen Chinas einzigartige Tierwelt und Lebensräume praktisch in letzter Minute vor Ausbeutung und Zerstörung bewahren. Ein hochgestecktes Ziel, dessen Ausgang noch offen ist.

Geht der Bambus, geht der Panda

Der Namensbruder, der rote Panda, ist nicht weniger bedroht. Wenn auch trotz des Namens nicht verwandt, vereint die beiden Arten etwas: Der kleine frisst wie der große fast ausschließlich Bambus. Geht die Pflanze zugrunde, bleiben auch die Spezialisten auf der Strecke. Doch vielleicht haben sie in den neuen Nationalparks eine neue Chance.

Zwischen den Männchen der Goldstumpfnasen kommt es oft zu Streitereien um die Weibchen.
Zwischen den Männchen der Goldstumpfnasen kommt es oft zu Streitereien um die Weibchen. | Bild: NDR

Auch die Goldstumpfnase, wie kaum ein anderer Affe aus der Gruppe der Primaten an das Leben in großen Höhen angepasst, zählt zu den letzten ihrer Art. Der junge Anführer hat es schwer, sich gegen seine Konkurrenten zu behaupten und immer ausreichend Nahrung für seine Truppe zu finden. Gelingt ihm das nicht, werden die Weibchen ihn davonjagen und ein anderer wird zum Vater der neuen Generation.

Ein Film von Philip Jones

Online first ab 13. März in der ARD-Mediathek

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